Wissen was schmeckt! – Bioregionale Wertschöpfung erlebbar machen
Das Kooperationsprojekt der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e.V. und der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin Brandenburg e.V. (FÖL) ist so gestaltet, dass regionale Bio-Wertschöpfungsketten sowie Berufe in der Lebensmittelwirtschaft für Schülerfirmen und Lehrkräfte bewusst und erfahrbar werden. Hierfür werden Lehrkräftefortbildungen an grünen Lernorten und Workshops für Schülerfirmen direkt in landwirtschaftlichen Betrieben, Bäckereien oder gastronomischen Einrichtungen durchgeführt.
Rückblick 2025
Zu Beginn des Jahres startete das Projekt Wissen was schmeckt! Leckeres Bio-Essen aus Stadt und Region – Regionale Wertschöpfung für die Bio-Stadt Berlin im Januar mit einer Lehrkräftefortbildung auf der Domäne Dahlem (Museum und Bio-Bauernhof). Bei dem Rundgang über das Gelände wurden die Besonderheiten des grünen Lernortes gezeigt und nach einer kurzen Mittagspause konnten die Teilnehmenden verschiedene Unterrichtsmaterialien zum Thema kennenlernen.
Nach den Osterferien fand eine weitere spannende Fortbildung in einem Bio-Verarbeitungsbetrieb statt: der Gläsernen Molkerei. Eine einstündige Hofführung vermittelte Eindrücke vom grünen Lernort und festigte die theoretischen Schwerpunkte zu bioregionaler Wertschöpfung mit dem Fokus auf die Milchverarbeitung.
Mit einer Veranstaltung in der Bio-Bäckerei Beumer & Lutum konnten Lehrkräfte direkte Einblicke in die Herstellung von Backwaren bekommen und wurden ebenfalls über die Berufsbilder informiert. Das Schulhalbjahr wurde mit einer weiteren Veranstaltung auf der Domäne Dahlem abgeschlossen, bei der insbesondere saisonale Aspekte der landwirtschaftlichen Produktion anschaulich vermittelt wurden.
Ergänzend zu den Lehrkräftefortbildungen an grünen Lernorten wurde im Projektzeitraum an einer Schule auch eine Inhouse-Schulung durchgeführt. Inhalt und Format wurden dazu an den Bedarf der Schule angepasst, so dass die Fortbildung Raum für den fachlichen Austausch sowie die Übertragung der Projektinhalte in den schulischen Alltag ermöglichte. Für die Durchführung weiterer Inhouse-Schulungen kann das Projektteam angefragt werden.
Darüber hinaus wurde das Projekt im Rahmen einer regionalen WAT-Lehrkräfte-Konferenz vorgestellt und zum neuen Schulhalbjahr 2025/2026 fand eine digitale Veranstaltung zum Thema Schülerfirmen und deren Gründung statt. Den praktischen Jahresabschluss bildete eine Lehrkräftefortbildung in der Bockwindmühle Marzahn, bei der die Verarbeitung von Getreide als Teil der bioregionalen Wertschöpfungskette im Mittelpunkt stand.
Eine eigene Projektwebsite bietet seit diesem Jahr einen guten Überblick über die aktuellen Lehrkräfte-Veranstaltungen sowie die von der FÖL durchgeführten Schülerfirmen-Exkursionen. Eine Auflistung geprüfter Lehrmaterialien zu Themen der regionalen Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und Ernährung sowie Informationen zu grünen Berufen unterstützen Lehrkräfte bei der Gestaltung des Unterrichts.
Ausblick 2026
Im Jahr 2026 bietet die Vernetzungsstelle Fortbildungen für Lehrkräfte in weiteren Betrieben der Lebensmittel-Wertschöpfung in und um Berlin an. Beispielsweise wird die Wertschöpfung von Getreide am 27.01.2026 in der Bio-Bäckerei Märkisches Landbrot praxisnah erläutert. Zusätzlich ist eine weitere Lehrkräftefortbildung im Rahmen der Schülerfirmen-Messe im FEZ für den 17.02.2026 vorgesehen. Weitere Informationen zu den nächsten Veranstaltungen.
Darüber hinaus wird das Projekt im Rahmen der Grünen Woche 2026 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Interessierte haben am 18., 20., 21. und 23.01.2026 die Möglichkeit, das Projekt kennenzulernen. Weitere Informationen zur Projektvorstellung (PDF 218 KB).
Das Projekt „Wissen was schmeckt!“ wird in Kooperation der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e.V. und der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin Brandenburg e.V. umgesetzt und durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) sowie durch die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz Berlin im Rahmen der Berliner Ernährungsstrategie gefördert.


