Wissen was schmeckt! Fortbildungen zur bioregionalen Wertschöpfung von Lebensmitteln
Förderzeitraum
09/2024 – 07/2027
Im Projekt "Wissen was schmeckt!” macht die die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e. V. gemeinsam mit der Fördergemeinschaft ökologischer Landbau Berlin Brandenburg e.V. (FÖL) eine nachhaltige Ernährung für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erlebbar. Mit Lehrkräftefortbildungen an grünen Lernorten und Workshops für Schülerfirmen direkt auf Erzeugerhöfen, in Bäckereien oder Gastronomien wird das Bewusstsein und Wissen um die bioregionale Wertschöpfung und grüne Berufe gestärkt.
Hintergrund
Das Jugendalter ist für das Ernährungsverhalten eine besonders prägende Zeit. Der Übergang zur Selbstversorgung hat begonnen und es bilden sich individuelle Ernährungsstile aus, die von Gleichaltrigen und dem Umfeld in der Schule beeinflusst sind. Nachweislich trägt eine ausgewogene Ernährung erheblich zur Prävention ernährungsmitbedingter Krankheiten bei. Durch pädagogische Begleitmaßnahmen kann eine Umgestaltung hin zu einer gesundheitsförderlichen und nachhaltigen Ernährungsweise begünstigt werden. Eine besondere Schlüsselrolle spielt dabei die Partizipation. Schülerfirmen, die sich mit der Nahrungsmittelverarbeitung befassen, ermöglichen Jugendlichen sich zu engagieren und mehr nachhaltige und gesundheitsförderliche Speisen auf die Teller zu bringen. Umweltbewusstsein und der Wunsch nach nachhaltig produzierten Lebensmitteln rücken zunehmend in den Vordergrund, somit wächst auch die Bedeutung von bioregionalen Wertschöpfungsketten. Ein Mangel an qualifizierten Fachkräften in diesem Bereich gefährdet jedoch die Umsetzung dieser nachhaltigen Konzepte. Vielen Jugendlichen ist aber nicht bekannt, welche vielfältigen Berufsmöglichkeiten in diesem Bereich existieren.
Ziel
Im Rahmen des Projekts „Wissen was schmeckt!“ sollen umfassende Verbraucherinformationsmaßnahmen für pädagogische Fachkräfte und Fachlehrkräfte, Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen in Berlin entwickelt und durchgeführt werden. Der Fokus liegt dabei auf der Vermittlung von Wissen und Bewusstsein über regionale Wertschöpfung im Kontext der Bio-Stadt Berlin.
Zielgruppen
- pädagogische Fachkräfte und Fachlehrkräfte an weiterführenden Schulen
- Lehrkräfte, die Schülerfirmen betreuen oder dies beabsichtigen
- Schülerfirmen im Bereich Nahrungsmittelverarbeitung
Umsetzung
Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e. V. bietet im Rahmen des Projekts Fortbildungen an grünen Lernorten an. Pädagogische Fachkräfte und Fachlehrkräfte sollen inhaltlich und methodisch darin bestärkt werden, wie sie Schülerinnen und Schülern die Bedeutung und Besonderheiten von bioregionalen Wertschöpfungsketten im Fachunterricht (z. B. WAT, Biologie, Mathematik), in Projekten oder im fächerübergreifenden Unterricht näherbringen können. In Führungen oder Begehungen regionaler Bio-Erzeuger, Direktvermarkter oder Lieferanten werden die Betriebsabläufe, Berufsbilder und Ausbildungsmöglichkeiten sowie die Nutzung der Veranstaltungsorte als grüne Lernorte vorgestellt. Umfangreiche und geprüfte Lehrmaterialien zur Thematik sowie ihre Bezugsmöglichkeiten werden erläutert.
Für die Berliner Schülerfirmen werden kostenlose Exkursionen zu verschiedenen Bio-Betrieben entlang der Wertschöpfungskette durch die FÖL organisiert – beispielsweise zu Erzeugerhöfen, Bäckereien, Lieferanten oder Gastronomien. Auch Kochworkshops und interaktive Wissens-Module, die alternativ auch in der Schule durchgeführt werden, sind möglich.










