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Häufig gestellte Fragen aus dem Kita-Alltag

 

Der Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder (PDF  2,4 MB) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. ist eine bundesweit einheitliche Empfehlung. Der Standard basiert auf aktuellen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und gibt Verantwortlichen einen Orientierungsrahmen für die Planung und Umsetzung eines vollwertigen und gesundheitsfördernden Speisenangebots.
Neben den ernährungsphysiologischen Anforderungen spielen organisatorische Rahmenbedingungen und die Ernährungsbildung in Kitas eine wichtige Rolle im Standard.

 

 

Die Vernetzungsstelle bietet regelmäßig Fortbildungen in Kooperation mit Partnern an. Bitte erfragen Sie aktuelle Veranstaltungstermine bei uns. Die gemeinsame Teilnahme von pädagogischen und Küchenfachkräften an Fortbildungen zur Kita-Verpflegung und zur Ernährungsbildung fördert den Austausch im Team und hat sich in der Vergangenheit bewährt.

 

 

Werden Speisen ausschließlich für den Eigenverzehr hergestellt und nicht an Dritte abgegeben, fällt dies nicht unter die gesetzlichen Bestimmungen. Dies entbindet jedoch nicht von der Pflicht, die Kinder in den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln einzuweisen. Zudem müssen alle Speisen gesundheitlich unbedenklich sein.
Werden Speisen aber an Dritte abgegeben, gilt die Lebensmittelhygiene-Verordnung, LMHV, die als Artikel 1 in der nationalen Verordnung zur Durchführung von Vorschriften des gemeinschaftlichen Lebensmittelhygienerechts zu finden ist. Außerdem ist die Einhaltung des Infektionsschutzgesetztes (IfSG) und die Umsetzung eines betriebseigenen Kontrollsystems nach HACCP-Grundsätzen dann Pflicht.

 

 

Generell ist es möglich, dass Kinder bzw. Eltern Speisen für solche Anlässe zu Hause vorbereiten und in die Kita mitbringen. Die Kita sollte allerdings alle Beteiligten über die Risiken aufklären, die mit der Herstellung, dem Transport und der Ausgabe von Speisen verbunden sein können. Hier finden Sie eine Vorlage für einen Elternbrief (PDF  50 KB), der die Hygieneanforderungen , die bei Kita-Festen berücksichtigt werden müssen, zusammenfasst. Eine Kennzeichnungspflicht für Allergene gibt es bei gelegentlich mitgebrachten Speisen nicht. Eine freiwillige Angabe ist natürlich wünschenswert, um Betroffenen die Teilnahme am Essen zu ermöglichen. Hilfreich kann eine Checkliste für mitgebrachte Speisen sein.


 

 

Die neuen Regelungen zur Allergenkennzeichnung gelten für alle Lebensmittelunternehmen. Kitas und Kinderläden, die regelmäßig Speisen an Kinder abgeben, sind Lebensmittelunternehmen. Neu ist, dass auch bei unverpackter Ware, also beispielsweise beim Mittagessen in der Kita, eine Information über Allergene verpflichtend ist. Demnach müssen die 14 wichtigsten Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können z.B. Nüsse oder Soja, ausgewiesen werden. Die Information kann schriftlich, elektronisch oder mündlich erfolgen. Im Falle der mündlichen Information muss eine schriftliche Dokumentation, z.B. mittels eines Ordners, auf Nachfrage von Eltern oder der zuständigen Überwachungsbehörde leicht zugänglich sein. Eine rein mündliche Auskunft ist ohne eine schriftliche Dokumentation nicht zulässig und birgt ein hohes Risiko für Fehlinformationen. Eine Information in schriftlicher Form ist zu empfehlen, da dies den Betroffenen und auch dem Küchenpersonal eine gewisse Sicherheit bietet. Vor Ort sollte an gut sichtbarer Stelle ein deutlicher Hinweis erfolgen, wo und wie Eltern die Allergeninformation erhalten können. Zur Absicherung einer akzeptierten Umsetzung der neuen Vorgaben ist Kitas anzuraten, mit dem zuständigen Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt in Kontakt zu treten. Allergen-Dokumentationen sollten regelmäßig (1-2 mal jährlich) aktualisiert werden bzw. bei Umstellung auf neue Produkte.

Weitere Informationen finden Sie hier:

 

 

Bei einer Lebensmittelallergie oder –unverträglichkeit reagiert der Körper überempfindlich auf bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittelinhaltsstoffe. Leiden Kinder nachweislich an einer Allergie, so ist es wichtig, dass die Eltern mit der Kindertagesstätte eng zusammenarbeiten. Denn die Behandlung einer Lebensmittelallergie liegt in der konsequenten Vermeidung der Substanz, die die Allergie auslöst. Die Küche oder der Essensanbieter muss unbedingt wissen, welche Lebensmittel oder Inhaltsstoffe vermieden werden müssen. Der Kita sowie der Küche bzw. dem Speisenanbieter muss eine ärztliche Bescheinigung vorliegen. In dieser sollte leicht verständlich dargelegt werden, an welcher Allergie/Unverträglichkeit das Kind leidet und auf welche Nahrungsmittel verzichtet werden muss. Einheitliche Vorgaben, wie ein Attest aussehen muss, gibt es bisher nicht. Der Allergietest sollte nach spätestens einem Jahr wiederholt werden, da viele Kinder bis zu ihrem Schuleintritt ihre Allergien verlieren, also eine Toleranz gegenüber dem Allergen entwickeln.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

 

 

Da abgepumpte Muttermilch unbehandelt ist, birgt sie bei unsachgemäßem Umgang ein hohes Risiko für die Keimentwicklung. Durch eine sorgfältige Gewinnung, die korrekte Lagerung und eine lückenlose Kühlkette beim Transport kann dieses Risiko reduziert werden. Kindertageseinrichtungen sind für den einwandfreien Zustand der Milch verantwortlich. Deshalb wird den Einrichtungen empfohlen, feste Verhaltensweisen im Umgang mit Muttermilch zu definieren. Diese müssen alle Mitarbeiter/innen kennen und müssen den Eltern vermittelt werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Nationale Stillkommission haben deshalb Empfehlungen zum hygienischen Umgang mit abgepumpter Muttermilch veröffentlicht, zu denen auch ein Merkblatt für Kitas und Tagespflege (PDF  1MB)  sowie ein Merkblatt für Eltern (PDF  0,8 MB) gehören.

 

 

 

Im ersten Lebensjahr sollte es für die Säuglinge keinen Honig geben. Honig kann Bakterien enthalten, die zu einer Vergiftung führen (Botulismus). Kuhmilch und Produkte, die Kuhmilch enthalten, sollten Säuglingen ebenfalls nur in ganz kleinen Mengen gegeben werden, da eine große Menge die Nieren des Babys zu stark belastet. Sie können Darmblutungen auslösen. Aufgrund ihrer Größe leicht verschluckbare Lebensmittel wie Nüsse oder Rosinen sollten vermieden werden, da sie in die Luftröhre der Kinder gelangen können. Zucker, Salz, Gewürze u.ä. am besten vermeiden oder in ganz geringen Mengen verwenden.

 

 

Wenn Kinder das Essen verweigern oder wenig essen ist das in Ordnung, solange das Gewicht stimmt und die Kinder ausgeglichen und fröhlich sind.
Wenn Kinder immer nur das Gleiche essen, dann bieten Sie ihnen nur einzelne neue Lebensmittel zu bereits vertrauten an. Gestalten Sie das Essen attraktiv und schneiden Obst z.B. in mundgerechte Stücke oder in lustige Formen. Wenn Sie den Kindern neue Lebensmittel immer wieder anbieten, kommt die Lust irgendwann und die Kinder probieren von alleine. Allgemein regen ein bunter und schön gestalteter Teller und eine schöne Essatmosphäre den Appetit an.

 

 

Kita und Eltern sollten eng miteinander arbeiten. Alle Regeln sollten den Eltern erklärt und verdeutlicht werden. Zudem sollte den Eltern der Speiseplan der Kita frei zur Verfügung stehen. Somit können die Mahlzeiten des Kindes über den Tag besser aufeinander abgestimmt werden. Es müssen gemeinsame Absprachen getroffen werden, so dass das Kind in den Genuss einer optimalen Ernährung kommt. Informationen z.B. zum Umgang mit abgepumpter Muttermilch oder zu von zu Hause mitgebrachtem Essen für die Zwischenverpflegung sollte die Kita den Eltern aushändigen.

 

 

Es müssen klare Absprachen zwischen den Eltern und der Kita getroffen werden, ob von zu Hause Süßigkeiten mitgegeben werden dürfen oder nicht. Schränken Sie den Verzehr von Süßigkeiten in der Kita weitestgehend ein oder verzichten Sie ganz darauf. So ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Kinder am Tag mehrfach naschen. Kinder sind mit der Süße von Obst völlig zufrieden, solange sie keine Süßigkeiten angeboten bekommen. Kinder sollten Süßigkeiten oder salzige Snacks erst so spät wie möglich kennen lernen, dann vermissen sie sie in der Regel auch nicht.

 

 

Ja, Säuglinge sollten ihre Mahlzeiten bekommen, wenn sie Hunger haben. Hier kommt es noch nicht darauf an, dass zusammen gegessen und auf alle gewartet wird. Nehmen Sie sich Zeit und setzen sich mit dem Säugling in eine ruhige Ecke. Seien sie führsorglich, halten Blickkontakt und schenken dem Kind Zuwendung und Wärme. Wenn es möglich ist, kann der Säugling anschließend am gemeinsamen Essenstisch dabei sein.

 

 

Ja, die Vereinbarung über die Qualitätsentwicklung in Berliner Kindertagesstätten (QV TAG) (PDF 250 KB). Diese Qualitätsvereinbarung ist eine verbindliche Selbstverpflichtung der Tageseinrichtungen mit dem Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.
Es ist vereinbart, dass die Kinder eine qualitativ hochwertige Mittagsverpflegung bekommen. „Diese soll physiologisch ausgewogen, schmackhaft und abwechslungsreich sein und den Ernährungsbedürfnissen der unterschiedlichen Altersstufen entsprechen. Spezifische kulturelle Speisegebote und medizinisch erforderliche Einschränkungen für einzelne Kinder werden berücksichtigt. Frisches Obst und Gemüse werden den Kindern täglich angeboten.
Eine ausreichende Versorgung mit kalorienarmen Getränken ist während des gesamten Tagesablaufs zu gewährleisten.“