Am 25.06.2026 lud die Vernetzungsstelle zum 3. Wissens-Häppchen im Jahr 2026 mit dem Themenschwerpunkt "Schulverpflegung & BuT" im Rahmen des Projektes "Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin", das von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert wird, ein. Da in Berlin die Kosten für das Schulmittagessen in der Primarstufe durch das Land Berlin übernommen werden, richtete sich die Veranstaltung dieses Mal an Vertreterinnen und Vertreter aus weiterführenden Schulen, denn berechtigte Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 können über das BuT-Paket u.a. ein kostenfreies Schulmittagessen erhalten.
Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung durch Manuela Sorg (Leitung und Geschäftsführung der Vernetzungsstelle) stellte Brigitte Schulz-Herbener (Projektmitarbeiterin der Vernetzungsstelle) kurz Zahlen zu Schülerinnen und Schülern der Berliner Integrierten Sekundarschulen, Gemeinschaftsschulen und Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt vor, die von der Zahlung des Eigenanteils bei Lernmitteln befreit sind sowie Ansprechsberechtige nach dem BuT-Gesetz sind. Die Statistik der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zeigt innerhalb der Bezirke große Unterschiede. Auch auf Bundesebene steht das Thema BuT und die insgesamt geringe Inanspruchnahme aktuell aufgrund der Einführung des bundesweiten Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung im Fokus. Ein Projekt vom Digital Service Bund hat dazu die Hürden für die Inanspruchnahme des kostenlosen Mittagessens im Rahmen von BuT mit dem Schwerpunkt auf Familien, die den Kinderzuschlag bekommen, näher beleuchtet. Auch wenn in Berlin der Großteil der Schulen schon lange Ganztagsschulen sind, sind die im Projekt ermittelten Ergebnisse und Handlungsfelder dennoch interessant und können den Ausgangspunkt für Optimierungen und Vereinfachungen auf verschiedenen Ebenen bilden.
Anschließend gab Ikbal Gercik der BuT-Beratungsstelle einen Überblick über die BuT-Leistungen über das Mittagessen hinaus und das kostenfreie Angebot der Beratungsstelle. Die Beratungsstelle ist täglich ohne vorherige Terminvereinbarung von 09:00 - 15:00 Uhr telefonisch, per Chat, WhatsApp, E-Mail oder Rückruf-Kontaktformular erreichbar und berät in neun Sprachen. Berliner Schulen können auch kostenfrei (mehrsprachiges) Material anfordern oder Textbausteine für Webseiten oder andere Kommunikationskanäle der Beratungsstelle nutzen. Gerade Eltern, deren Kinder in der weiterführenden Schule beginnen, können auch über die Schulen gut informiert und erreicht werden. Kommt eine ausreichend große Gruppe zustande, ist auch eine Inhouse-Schulung in Präsenz oder Online möglich. Die Beratungsstelle hat seit Anfang 2022 in mehr als 50.000 Beratungen fast 75.000 Kinder und Jugendliche erreicht, wovon rund 80 % der Familien anschließend Anträge auf BuT-Leistungen stellten. Da in weiterführenden Schulen die Teilnahme am Schulmittagessen im Vergleich zur Primarstufe aus verschiednen Gründen sinkt und Standorte damit zum Teil für die Essenanbieter an Attraktivität verlieren, ist die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern am (durch BuT kostenfreien) Schulmittagessen aus verschiedenen Blickwinkeln relevant.
Im abschließenden Austausch wurde u.a. diskutiert, welche Personengruppen für eine Schulung vor Ort in der Schule passend wären und organisatorische Fragen dazu geklärt. Eine Schule, die zur Zeit keinen Caterer hat, stellte die Frage, ob das Angebot einer Schülerfirma 1x pro Woche, das übergangsweise als Mittagessen-Ersatz angeboten wird, auch im Rahmen von BuT nutzbar sei. Hierzu wurde eine weitere Prüfung zugesagt.
Zusätzlich wurde auch die (wichtige) Mitsprache der Schülerinnen und Schüler beim Angebot kurz thematisiert.
Die Vernetzungsstelle bedankt sich für die Unterstützung der BuT-Beratungsstelle und bei den Teilnehmenden.
Weitere Informationen:
Präsentation der BuT-Beratungsstelle (PDF 1,4 MB)
BuT-Beratungsstelle: Downloads & Material
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: Informationen zu BuT
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: Bildungsstatistik Berlin
