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Kosten

Grundschulen

Ab dem 01.08.2019 ist das Schulmittagessen in Berlin für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-6 kostenfrei. Die gesetzliche Grundlage für diesen Rechtsanspruch auf ein Mittagessen ohne Kostenbeteiligung hat das Berliner Abgeordnetenhaus am 04.04.2019 durch die Änderung des Berliner Schulgesetzes sowie weiterer Verordnungen (Schülerförderungs- und betreuungsverordnung, Mittagessenverordnung sowie Grundschulverordnung) geschaffen. Diese Regelung gilt auch für Schulen in freier Trägerschaft sowie die 5. und 6. Klassen an grundständigen Gymnasien.

Seit der letzten Gesetzesänderung im Jahr 2014 mussten Eltern, deren Kinder ein schulisches Ganztagsangebot in Anspruch nahmen, bislang einen pauschalen monatlichen Elternbeitrag von 37,00 € für das Schulmittagessen bezahlen.

An den Berliner Grundschulen galt seit 2014 auch ein berlinweit einheitlicher Festpreis in Höhe von 3,25 € für ein Mittagessen, der auch von den Eltern für eine Mahlzeit außerhalb der Ganztagsbetreuung zu zahlen war. Der Festpreis wurde auf Grundlage der von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) erstellten Studie „Beurteilung der Kosten- und Preisstrukturen für das Bundesland Berlin unter Berücksichtigung des Qualitätsstandards in der Schulverpflegung“ festgelegt. Diese Kosten werden zukünftig vom Land Berlin getragen.

Ob Eltern tätig werden müssen und welche Art von Vertrag geschlossen werden muss, hängt von der Schulform und dem gewählten Ganztagsangebot des Schulkindes ab. Die Senatsverwaltung hat die verschiedenen Varianten in einem „Infobrief Schulmittagessen“ zusammengefasst (siehe rechter Randbereich).

Weiterführende Schulen

In den weiterführenden Schulen gibt es bislang keine Bezuschussung des Mittagessens durch das Land Berlin. Ausnahme sind die 5. und 6. Klassen an grundständigen Gymnasien, für deren Schüler*innen das Schulmittagessen kostenfrei ist (siehe Grundschulen).

Auch eine Preisgrenze für das Mittagessen wurde nicht festgelegt. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie empfiehlt allerdings in den Musterunterlagen für die Ausschreibung der Berliner Schulverpflegung an weiterführenden Schulen einen Mindestpreis in Höhe von 3,50 € pro Tellergericht. Den tatsächlichen Preis kann eine Schule mitbestimmen: Im Vorfeld von Neuausschreibungen fragen die bezirklichen Schulämter qualitative Anforderungen und Essenpreise bei den Schulen ab.

Finanzielle Unterstützung für das Mittagessen

Wenn Eltern oder ihre Kinder Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen, können sie zusätzliche Leistungen aus dem Bildungspaket u.a. für das schulische Mittagessen in Anspruch nehmen.

Zum 01. Augst 2019 wurden viele positive Änderungen bei den Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT) wirksam. So sieht das „Starke-Familien-Gesetz“ vom 29. April 2019 u.a. vor, dass der bislang zu zahlende Eigenanteil in Höhe von 1,00 € pro Mahlzeit wegfällt. Die Kosten für das gemeinsame Mittagessen in der Schule werden vollständig übernommen.

Bitte beachten Sie: Ab dem 01. August 2019 hat jedes Berliner Grundschulkind (Klasse 1 bis 6) einen Anspruch auf kostenloses Schulmittagessen. Diese Leistung wird durch das Land Berlin erbracht. Da diesen Schülerinnen und Schülern keine Kosten entstehen, besteht für diese kein Bedarf mehr im Rahmen der Leistungen für Bildung und Teilhabe.

Infobrief der Senatsbildungsverwaltung zur Einführung des Schulmittagessens ohne  Kostenbeteiligung der Eltern ab 01. August 2019

HAW-Studie "Beurteilung der Kosten- und Preisstrukturen für das Bundesland Berlin unter Berücksichtigung des Qualitätsstandards in der Schulverpflegung" (2012)