Pädagogische Fachkräfte, Verpflegungsverantwortliche und Küchenfachkräfte des Landesprogramms für die gute gesunde Kita (LggK) waren am 08.07.2025 zur digitalen Fortbildung „Speisenplan mit Konzept: Gesundheitsfördernd und ausgewogen für Kinder von 0 bis 6 Jahren“ eingeladen.
Zu Beginn der Veranstaltung stand die gemeinsame Analyse aktueller Herausforderungen im Bereich der Kitaverpflegung im Fokus. Die Anwesenden tauschten sich über die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für die kindliche Entwicklung aus und erörterten die Notwendigkeit, sowohl gesundheitliche als auch nachhaltige Aspekte in das tägliche Speisenangebot zu integrieren. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Ansprüche und Wünsche der unterschiedlichen Akteure – von Eltern bis zum pädagogischen Personal – sind und welch zentrale Rolle eine transparente und fachlich fundierte Kommunikation spielt.
Die Teilnehmenden erhielten von Referentin Alexandra Prüß (Ökotrophologin, VZ Berlin) zunächst einen Überblick zu den Empfehlungen bezüglich der Gestaltung eines gesundheitsförderlichen und nachhaltigen Verpflegungsangebotes anhand der Kriterien des DGE-Qualitätsstandards. Es wurden detailliert die Kriterien zur Auswahl innerhalb der einzelnen Lebensmittelgruppen, Einsatzhäufigkeiten sowie praktische Aspekte bei der Auswahl und Einführung ggf. neuer Lebensmittel besprochen. Speziell der vermehrte Einsatz von Hülsenfrüchten ist noch mit Hindernissen verbunden. Dazu wurden verschieden Fragestellungen besprochen. Weiterhin wurde der Umgang mit Süßem im Kitaalltag generell sowie im Rahmen des Mittagessens erläutert.
Anschließend konnten die Teilnehmenden einen Speiseplan prüfen und anhand der erarbeiteten Kriterien optimieren.
Auch das Interesse für vegetarische und vegane Ernährungsweisen wächst stetig und wirft auch im Kita-Alltag bei der Gestaltung des Verpflegungsangebotes in unterschiedlichen Bereichen zunehmend Fragen auf. Darauf bezugnehmend wurden die Richtlinien für eine ovo-lakto-vegetarische Menülinie laut DGE-Qualitätsstandard dargelegt und praxisbezogen Möglichkeiten aufgezeigt, gute Alternativen zu Fleischgerichten zu entwickeln.
Im folgenden weiteren Übungsteil wurde in Kleingruppen ein Wochenspeiseplan entwickelt und anschließen diskutiert. Dazu gab es einen angeregten Austausch.
Ebenfalls wurden mit den Zuhörenden die Besonderheiten und Anforderungen für die Verpflegung der Altersgruppe U3 erörtert.
Alle Teilnehmenden bedankten sich für neu gesetzte Impulse zur täglichen Arbeit und die bereichernden Diskussionen.
