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Fortbildung für die Kindertagespflege im BeKi am 13.11.2025

Im Fokus: Allergenmanagement und zeitgemäße Speiseplanung praxisnah umgesetzt

Am 13.11.2025 fand im BeKi (Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung) eine Fortbildung für Tagespflegepersonen und pädagogische Fachkräfte zu den Themen „Den Speiseplan in der Kindertagespflege zeitgemäß gestalten“ sowie „Allergene im Alltag der Kindertagesbetreuung“ statt. Die Veranstaltung wurde durch Ines Kretschmann (Dipl.-Ernährungswissenschaftlerin, Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e. V.) und Sandra Taylor (Diätassistentin und Ernährungsfachkraft Allergologie) durchgeführt.

Aktuelle Anforderungen an eine gesundheitsförderliche Verpflegung

Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die aktuellen fachlichen Grundlagen der Verpflegung und Ernährungsbildung in der Kindertagesbetreuung – darunter das Berliner Bildungsprogramm sowie den DGE-Qualitätsstandard für die Kitaverpflegung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein gesundheitsförderliches, nachhaltiges und abwechslungsreiches Speisenangebot in der Kindertagespflege umgesetzt werden kann.

Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine verantwortungsvolle Gestaltung der Verpflegung für die Entwicklung von Kindern ist: Sie prägt Essgewohnheiten, führt an Lebensmittelvielfalt heran und schafft wertvolle gemeinsame Mahlzeiten im pädagogischen Alltag.

Speiseplanung praxisnah umgesetzt

Die Teilnehmenden arbeiteten intensiv mit den Qualitäts- und Häufigkeitskriterien des DGE-Standards. Ergänzend dazu gehören u. a.:

  • eine ausgewogene Kombination pflanzlicher und tierischer Lebensmittel
  • der regelmäßige Einsatz von Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten
  • eine klare, kindgerechte Speiseplangestaltung
  • kulturelle, religiöse und individuelle Bedürfnisse der Kinder

In praktischen Übungen wurden bestehende Speisepläne analysiert und überarbeitet. Zudem gab es Anregungen, wie beliebte Gerichte durch eine Optimierung nährstoffreicher und nachhaltiger gestaltet werden können.

Sicheres Allergenmanagement im Betreuungsalltag

Im zweiten Teil der Fortbildung lag der Fokus auf dem Umgang mit Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten. Die Teilnehmenden erhielten einen umfassenden Einblick in:

  • rechtliche Vorgaben zur Allergenkennzeichnung
  • Unterschiede zwischen Allergien und Unverträglichkeiten
  • die 14 Hauptallergene und typische Auslöser im Kindesalter
  • sichere Küchenhygiene und Vermeidung von Kreuzkontaminationen
  • Anforderungen an Dokumentation, Elternkommunikation und Notfallmanagement

Anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis wurden Zutatenlisten analysiert und Lösungen für häufige Herausforderungen im Tagespflegealltag entwickelt – etwa bei mitgebrachten Speisen oder gemeinsamen Aktivitäten wie Backen.

Austausch und praktische Unterstützung

Durch Übungen in Kleingruppen und Fallbeispiele entstand ein intensiver Austausch zu individuellen Fragestellungen der Teilnehmenden. Die vorgestellten Materialien, Checklisten und Unterstützungsangebote bieten eine wertvolle Hilfe für die Umsetzung im Alltag der Kindertagespflege.

Fazit

Die Fortbildung gab den Teilnehmenden wichtige Impulse, um eine zeitgemäße, gesundheitsförderliche und sichere Verpflegung in der Kindertagespflege zu gestalten. Mit vielen praxisnahen Beispielen und konkreten Handlungsanleitungen war die Veranstaltung eine wertvolle Bereicherung für die tägliche Arbeit. Das Feedback war durchweg positiv.

Weitere Informationen:

FIT KID: Frühstück und Zwischenverpflegung

FIT KID: Mittagsverpflegung

VNS NRW: Speiseplanung für kleine Gruppen

Gesund-ins-Leben: Allergien und Unverträglichkeiten

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