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Infoveranstaltungen für MEAs zum neuen Schulmittagessen (Primarstufe)

Großes Interesse an Informationen zum neuen Schulmittagessen ab 08/2024

Vom 12.-14.03.2024 hatten die 11 Berliner Schulämter, für deren Schulen die Ausschreibung für das Schulmittagessen in der Primarstufe ab dem Schuljahr 2024/2025 läuft, die Mitglieder der Mittagessensausschüsse (MEAs) zu Infoveranstaltungen eingeladen. Die digitalen Veranstaltungen, an denen pro Termin die MEA-Mitglieder aus 3-4 Bezirken teilnahmen, wurden durch die Vernetzungsstelle organisiert und moderiert und fanden in Kooperation mit der Qualitäts-kontrollstelle Schulessen statt. Mit insgesamt mehr als 750 Teilnehmenden war das Interesse an Informationen zum Schulmittagessen groß.

Nach einer kurzen Einführung und Vorstellungsrunde durch die Moderatorin Manuela Sorg, die seit Oktober 2023 die Vernetzungsstelle leitet, gab Petra Hottenroth, Leiterin der Qualitätskontrollstelle Schulessen, zunächst einen kurzen Überblick über die besonderen Berliner Rahmenbedingungen. Dazu gehört u.a., dass der „Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. in Berlin bereits seit 2014 die Grundlage für die ernährungsphysiologischen Anforderungen bildet und das Schulmittagessen für die Jahrgangsstufen 1-6 seit 2019 kostenbeteiligungsfrei ist, da das Land Berlin die Finanzierung übernimmt. Hottenroth erläuterte, dass die Ziele der aktuellen Überarbeitung der Ausschreibungsunterlagen v.a. mehr Mitsprache der Schulen während der Vertragsphase, die Reduktion von Lebensmittelabfällen sowie die Steigerung der kulinarischen Qualität und der Akzeptanz waren.

Da es in Berlin aufgrund eines Festpreises keinen Preiswettbewerb gibt, erfolgt die Ermittlung des „wirtschaftlichsten Angebots“ durch Punkte. Einen Teil davon liefern neun Zuschlagskriterien, die ein Caterer - über die für alle geltenden Grundanforderungen hinaus - anbieten und damit Punkte sammeln kann. Hier hatten die MEAs der Schulen im Vorfeld die Möglichkeit, Kriterien zu gewichten. Die Erfahrung zeigt, dass Schulen dabei auf unterschiedliche Aspekte Wert legen.

Weitere Punkte liefert eine Speisekarte mit 20 vegetarischen Gerichten. Im Zuge einer gesundheitsfördernden und nachhaltigen Ernährung nehmen vegetarische Mahlzeiten einen immer höheren Stellenwert ein, wurden in der Vergangenheit jedoch oft in wenig attraktiver Form angeboten. Um die Bewertung dieser vegetarischen Speisekarten, die Caterer im Ausschreibungsverfahren einreichen mussten, ging es im weiteren Teil der Veranstaltung. Die Teilnehmenden erfuhren u.a., welche Vorgaben Caterer bei der Benennung der Gerichte hatten und warum und wie mit Hilfe der Beschreibungen der Gerichte ein Bild oder eine konkrete(re) Vorstellung des Gerichtes im Kopf des Bewertenden entstehen kann.

Die Informationsveranstaltung bot viel Zeit und Raum für konkrete Fragen der Teilnehmenden, damit das Bewerten der Speisekarten gelingen kann. Anders als bei der bisherigen Testverkostung müssen im Auftragsfall alle Gerichte der neuen Speisekarte auch regelmäßig auf dem Speiseplan zu finden sein.

Die Vernetzungsstelle sieht in den Neuerungen, v.a. in den geänderten Möglichkeiten der Mitwirkung, einen richtigen und wichtigen Beitrag für mehr Akzeptanz und Zufriedenheit mit dem Schulmittagessen in der Primarstufe. Der Weg dorthin ist kompliziert, aber er lohnt sich.

Zur Unterstützung der MEAs wird die Vernetzungsstelle ihre „Handreichung Mittagessensausschüsse“ umfassend überarbeiten und den neuen Verträgen anpassen. Diese soll im 2. Schulhalbjahr 2024/25 zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird bereits im 1. Schulhalbjahr die digitale Schulung „Fit für den MEA“ angeboten und es soll auch eine Online-SprechSTUNDE eingerichtet werden.
 

Weitere Informationen:

Projekt Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin

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