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Exkursionen für IN FORM-Teilnehmerschulen

Schüler*innen und Lehrkräfte besuchen einen Erzeugerbetrieb oder den Lieferanten ihrer Abokisten.

Nach der Auftaktveranstaltung des INFORM-Projekts „Akzeptanz nachhaltiger Ernährung durch Verbraucherbildung“ im September 2019 in der Markthalle Neun ging das Projekt nach den Herbstferien in die nächste Phase und hin zur konkreten Umsetzung.

Seit Mitte Oktober 2019 bekommen nun die neun teilnehmenden Schulen wöchentlich regionales-saisonales Bio-Gemüse und -Obst geliefert, um dies zu verarbeiten und in ihren Unterricht zu integrieren. Begleitet werden die Lieferungen der Abokisten von Fortbildungen und Exkursionen, an denen sowohl die Schüler*innen als auch die Lehrkräfte teilnehmen.

Mit dem Start der Auslieferung starteten auch die Exkursionen zu einem Erzeugerbetrieb und zum Lieferanten der Abokisten. Die Schulen können vorab zwischen den beiden Exkursionsorten wählen – je nach Interesse der Schüler*innen. Die Exkursionen führen also z.B. zu Christian Heymann und seiner Solidarischen Landwirtschaft SpeiseGut in Gatow. Hier lernten die Kinder, die bisher teilnahmen, viel über verschiedene Gemüsesorten, die in der Region wachsen, über den ökologischen Landbau und die alltägliche Arbeit eines Landwirts. Außerdem wurden gemeinsam Kartoffeln geerntet oder direkt mit frisch geernteten Lebensmitteln vom Acker vor Ort gekocht und gegessen. Das Angebot reichte vom Palmkohl über Kohlrabi, Spinat, Endivie bis zu Mangold. Der Gemüseeintopf bestand am Ende aus ca. 15 unterschiedlichen Gemüsesorten, die noch während der Führung eher kritisch von den Schülern*innen beäugt worden waren. Nachdem sie jedoch selbst auswählen konnten, welches Gemüse sie verkochen wollten, dieses direkt ernteten und im Anschluss in Eigenregie zu einem leckeren Eintopf verarbeiteten, hatten alle große Lust zu kosten, abzuschmecken und am Ende gemeinsam zu essen. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig die Partizipation der Schüler*innen ist. Bei der Exkursion lernten die Lehrkräfte und Schüler*innen, warum es spezielle Gemüsesorten gar nicht im Supermarkt gibt und weshalb in der regionalen Abokiste im Winter keine Tomaten liegen, obwohl diese ja noch im Supermarkt zu finden sind.

Der zweite Exkursionsort war die Märkische Kiste, ein Abokisten-Lieferservice in Berlin, der sehr viel Wert auf die regionale Herkunft seines Gemüse- und Obstsortiments legt. Die Märkische Kiste beliefert im Rahmen des Projektes auch die Schulen. Somit konnten die Schüler*innen und die Lehrkräfte direkt vor Ort sehen, wo ihre Kisten gepackt werden und wie die Logistik dahinter funktioniert. Die Führung vor Ort ging einmal den gesamten Weg von der Bestellung über die Bearbeitung, Lagerung, das Kommissionieren und Packen der Kisten bis hin zum Ausliefern. Anschließend wurde noch mit regionalen Produkten gekocht und über die saisonale Verfügbarkeit von regionalem Bio-Gemüse und -Obst diskutiert sowie über den Ökolandbau in Berlin-Brandenburg und seine Besonderheiten gesprochen. Die Schüler*innen, wie auch die Lehrkräfte, bekamen einen Einblick, was alles nötig ist, damit die gesamten Wertschöpfungsketten funktionieren, die direkt vom Acker in die Schule und dann auf den Teller regionales Bio-Gemüse und -Obst liefern.

Auch in den kommenden Wochen und bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 werden die Schulen beliefert und erfahren nun, wo das Gemüse herkommt, wer es packt und ausliefert und wie der Arbeitsalltag eines ökologisch arbeitenden und Gemüse produzierenden Landwirts aussieht.

Weitere Informationen:

IN FORM-Projekt „Akzeptanz nachhaltiger Ernährung durch Verbraucherbildung“

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