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Pretest von Bögen zur Testverkostung in Schulen

Zum Ende des Schuljahres 2013/14 beteiligten sich drei Berliner Grundschulen - die Grundschule am Traveplatz, die Ludwig-Hoffmann-Grundschule und die Rosa-Parks-Grundschule - jeweils für eine Woche an einem Pretest zum Einsatz von Bögen zur Testverkostung ihres Schulessens.

Die Bögen wurden zuvor von Frau Katja Ahrens im Rahmen einer „Qualitätsstudie zum Berliner Schulessen“ im Auftrag der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz erarbeitet. Die Vernetzungsstelle konnte den Pretest mit freundlicher Unterstützung der AOK Nordost durchführen.

Die Bögen sollen Schulen bei der Bewertung hinsichtlich der sensorischen Qualität des Schulessens unterstützen. Dabei geht es nicht um eine Bewertung wie sie durch fachlich geschulte Sensoriker etwa im Rahmen von Qualitätssicherung oder Produktentwicklung durchgeführt wird, sondern darum, dass die Beteiligten ihre individuellen Bewertungen vornehmen können. Bewertungskriterien sind das Aussehen, das Mundgefühl und der Geschmack einschließlich der Gewürze.


Ziel ist die Akzeptanzsteigerung durch Mitsprache. Die Ergebnisse solcher schulinternen Tests sollen eine Grundlage für die Kommunikation mit dem Essensanbieter der Schule darstellen. Das neue Instrument ermöglicht es den Schulen bzw. Mittagessensausschüssen, dem Anbieter einigermaßen präzise Rückmeldungen zu geben, da die Vorspeisen, die Komponenten der Hauptgerichte, wie Kartoffeln oder Nudeln, Soße, Gemüse und Fleisch/Fisch, und die Desserts einzeln bewertet werden. Zusätzlich sehen die Bögen auch Platz für weitere Anmerkungen vor, z.B. um Abwertungen zu begründen etwa mit „Soße ist zu salzig“ oder „Nudeln zu weich“.


Im Fokus stehen bei den Testverkostungen die Einbeziehung von Kindern, aber auch der pädagogischen Fachkräfte, Lehrkräfte und Eltern, wobei sich die Bögen für Schüler/innen und Erwachsene in der Skala unterscheiden. Der Pretest sollte zeigen, ob solche Tests, z.B. einmal pro Halbjahr, im Schulalltag personell und organisatorisch umsetzbar sind.


Im Zuge des Pretests konnte das Instrument an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Fachbegriffe wie Konsistenz wurden durch einfachere Begriffe ersetzt und die Bögen wurden übersichtlicher gestaltet. Die Bögen für die Schüler/innen wurden durch Piktogramme ergänzt.


Die überarbeiteten Bögen werden als Instrument für die schulinterne Qualitätssicherung des Mittagessens inklusiver einer Anleitung zur Durchführung von Testverkostungen in eine Handreichung für Mittagessensausschüsse eingehen, die die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft zu Beginn des kommenden Schuljahres veröffentlichen wird. Neben diesem Instrument wird die Handreichung umfassende Informationen zur Arbeit von Mittagessensausschüssen enthalten sowie zu den Institutionen, die die externe Qualitätskontrolle des Schulmittagessens durchführen.


Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den drei Schulen bedanken, die am Pretest teilgenommen und die Entwicklung des Instruments damit wertvoll unterstützt haben!
 

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