Direkt zum Seiteninhalt Zur Hauptnavigation Zur Wurzelnavigation

Veranstaltung „Dampf machen für gutes Schulessen – Zwischenbilanz nach zwei Jahren schulinterner Qualitätssicherung“ war voller Erfolg

Das Interesse an der von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung in Kooperation mit dem Landeselternausschuss Schule im Rahmen der diesjährigen Berliner Tage der Schulverpflegung organisierten Veranstaltung war groß.

Auf eine solch starke Nachfrage hatten die Veranstalter nicht zu hoffen gewagt. Die rund 160 Teilnehmenden, darunter mehr als die Hälfte Erzieher*innen und Lehrkräfte sowie gut ein Viertel Eltern, ließen den Veranstaltungsraum, das Betriebsrestaurant „Wandel“ in der Senatsbildungsverwaltung beinahe „aus den Nähten platzen“. Dies spiegelte das Bedürfnis der Mitglieder von schulischen Mittagessenausschüssen am Austausch zu ihren Erfahrungen bei der schulinternen Qualitätssicherung des Mittagessens wider. Da auch die bezirklichen Schulämter und die Anbieter schulischer Mittagsverpflegung zahlreich vertreten waren, erreichte die Veranstaltung eines ihrer Ziele, alle relevanten Akteure an einem Tisch zu versammeln.

Mit der Einladung erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich für einen intensiven einstündigen Austausch in einer von 5 verschiedenen „Themeninseln“ zu entscheiden:

  • Kommunikation mit dem Caterer
  • Kommunikation mit dem Schulamt
  • Mitsprache bei Ausschreibung und Vergabe
  • Instrumente der Qualitätssicherung
  • Mitglieder im Mittagessensauschuss

Die Ergebnisse der von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eigenverantwortlich moderierten „Themeninseln“ wurden im „Ampelverfahren“ (positive Erfahrungen=“Tops“ auf grüne Moderationskarten, Kritikpunkte=“Flops“ auf rote) dokumentiert und für die Präsentation im Plenum gewichtet.

Um die Kommunikation zwischen schulischen Mittagessensausschüssen mit ihren jeweiligen bezirklichen Schulämtern zu befördern, bot die Vernetzungsstelle in der Pause nach den Themeninseln ein sogenanntes „Bezirks-Speeddating“ an: an 12 Tischen konnten sich alle Teilnehmerinnen mit Vertreterinnen der Schulämter des eigenen Bezirks oder von anderen Schulen ihres Bezirks zu Fragen der Qualitätssicherung und -entwicklung austauschen. Dieses Angebot wurde intensiv genutzt und von den Teilnehmenden auch in den Evaluationsbögen zur Veranstaltung positiv hervorgehoben.

Die anschließende Präsentation der „Tops“ und „Flops“ der einzelnen Themeninseln machte einerseits deutlich, dass die Mittagessensauschüsse als sinnvolles und wirksames Gremium an den Berliner Grundschulen reflektiert werden und sich durch ihre engagierte Arbeit ein Großteil der auftretenden Probleme beheben lassen. Andererseits zeigte sich, dass die Zusammenarbeit mit den Schulämtern in den einzelnen Bezirken noch sehr unterschiedlich ausgeprägt ist und die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen (Pausenzeiten, Ablauforganisation, …) noch Optimierungspotential beinhalten.

In dem von Sabine Schulz-Greve und Michael Jäger (Vernetzungsstelle Schulverpflegung) moderierten Podiumsgespräch nahmen Simone Schmidt (Schulamt Steglitz-Zehlendorf), Marion Adler (koordinierende Erzieherin der Gemeinschaftsschule Campus Hannah Höch) und Petra Hottenroth (Leiterin der Berliner „Qualitätskontrollstelle Schulessen“) zu Vorschlägen, Forderungen und Fragen aus den Themeninseln Stellung.

Dabei wurde u.a. die Auffassung widerlegt, der DGE-Qualitätsstandard führe zwangsläufig zu einem wenig attraktiven und kindgerechten Angebot. Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung begründete, warum ein Caterer-Ranking wenig sinnvoll ist und regte an, dass jeder Mittagessensausschuss sich eine Mail-Adresse anlegt, so dass Informations- und Schulungsangebote zukünftig direkter als bisher an die Ausschüsse kommuniziert werden können. Petra Hottenroth stellte die „Qualitätskontrollstelle Schulmittagessen“ sowie ihre Aufgaben vor und beantwortete Rückfragen zu deren  Arbeitsweise und Erreichbarkeit.

Wenn Teilnehmende im Evaluationsbogen zur Veranstaltung vermerkten, dass sie sich gern sechs statt der veranschlagten drei Stunden mit dem Thema beschäftigt hätten, darf die Veranstaltung ohne Zweifel als erfolgreich bezeichnet werden.

 

Die Veranstaltung wurde umfangreich dokumentiert.

Folgende Materialien können Sie hier ansehen oder herunterladen:

- Einladung zur Fachtagung

- Programm der Fachtagung

- Empfehlungen für die Diskussion an den Themeninseln, u.a. mit Kernfragen

- Arbeitsergebnisse der Themeninseln
(Kritikpunkte=„Flops“: rote Karten, positiven Erfahrungen=„Tops“: grüne Karten sowie Ideen/Vorschläge für das Podiumsgespräch: blaue Karten)

Weitere Berichte

  • Hip-Hop im IN FORM-Projekt

    Rezepte der IN FORM-Teilnehmerschulen werden als Hip-Hop-Songs vertont - Schulen drehen dazu ein eigenes Video


  • Gesund Essen und Trinken in der Kita für alle?!

    Workshop zum Einfluss der Vorbildwirkung von pädagogischen Fachkräften auf die Ernährungsbildung von Kita-Kindern


  • Online-Fortbildung für Lehrkräfte des IN FORM-Projekts am 09.06.2020

    Online-Fortbildung „Beispiele für den fächerübergreifen­­den Einsatz der Gemüse-Obst-Abokiste“


  • Berliner Kitas und Schulen sind wieder geöffnet!

    Hinweise zur aktuellen Verpflegungssituation während der schrittweisen Öffnung


  • Kita- und Schul-Schließung in Berlin!

    Aktuelle Informationen für alle Eltern von Kita- und Schulkindern in Berlin


  • Fortbildung zum IN FORM-Projekt in der TU Berlin am 27.02.2020

    Fortbildungsschwerpunkt: „Speisen nachhaltig planen – Rezepte mit dem NAHGAST-Rechner bearbeiten“