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Stark nachgefragt, inhaltlich anregend und erstmals digital

Forum Qualitätsentwicklung 2020 als Videomeeting war ein voller Erfolg

Um auch in diesem Jahr das traditionell stark besuchte Austauschforum für Berliner Mitttagessensausschüsse der Primarstufe im Rahmen der bundesweiten Tage der Schulverpflegung 2020 trotz Pandemie durchführen zu können, hatte das Team der Vernetzungsstelle die Veranstaltung kurzfristig komplett neu geplant, für die technischen Voraussetzungen gesorgt und das Forum erstmals als Online-Format angeboten. Die Sorge, diese technische Hürde könnte für die Zielgruppen zu hoch sein, erwies sich als unbegründet.

Mehr als 100 Anmeldungen signalisierten ein großes Interesse am diesjährigen Thema „Das neue Berliner Schulessen 2020 - nachhaltig, kostenfrei, qualitätsgesichert“. Über die Hälfte der Teilnehmenden waren Elternvertreter*innen und ca. 41% schulische Vertreter*innen, darunter mehrheitlich Erzieher*innen. Darüber hinaus nahmen Mitarbeiter*innen von drei Schulämtern und der Senatsbildungsverwaltung teil.

Anregendes Impulsreferat

In ihrem, als Videobotschaft eingespielten, Grußwort betonte Ines Rackow, Referentin für Ganztag der Senatsbildungsverwaltung, dass das „Leistungsversprechen“ des neuen Mittagessens eng mit einer weiteren Erhöhung der Qualität und insbesondere höheren Nachhaltigkeitsanforderungen verbunden sei.

Petra Hottenroth, Leiterin der Berliner Qualitätskontrollstelle Schulessen, erläuterte in Ihrem Impulsreferat anhand der Ergebnisse aus zwei Jahren intensiver Kontrolltätigkeit detailliert, warum und welche Anpassungen der Anforderungen an das Mittagessen bei der Ausschreibung 2020 vorgenommen wurden. Sie schloss Ihre anregenden Ausführungen mit vier Wünschen für die Zukunft (Vortrag zum Herunterladen unter „Weitere Informationen“).

Intensive Diskussion

Bei der nachfolgenden Podiumsdiskussion stellten sich Simone Schmidt vom Schulamt Steglitz-Zehlendorf, Cornelia Partmann vom Vorstand des Landeselternausschusses Schule sowie Petra Hottenroth den zahlreichen Fragen der Teilnehmenden. 70% dieser, so ergab eine Online-Blitzumfrage, beteiligen sich aktiv an der Arbeit des Mittagessensschusses ihrer Schule. Moderiert von Sabine Schulz-Greve und Michael Jäger, beide vom Team der Vernetzungsstelle, ging es neben einer Reihe von Nachfragen zu den Ausführungen von Petra Hottenroth, vor allem um die Auswirkungen der coronabedingten Einschränkungen auf das schulische Verpflegungsangeot. Die betreffen das Schulmittagessen, die Zufriedenheit der Eltern mit der aktuellen Situation des Berliner Schulmittagessens, das Kaltverpflegungsangebot bei Ausflügen, die für alle Schulen vorgesehene Installation eines Wasserspenders, den Zusammenhang zwischen Portionsgrößen und Abfallmengen sowie mehrfach um Platzkapazitäten in der Mensa und die Länge der Mittagspause. In einer zweiten Online-Blitzumfrage wurden die Teilnehmenden um eine Einschätzung gebeten, in welchem Umfang ihre Schule die Organisation des Mittagessens im Griff habe: 17% stimmten dafür, dass ihre Schule diese "gut" im Griff habe, fast drei Viertel äußern die Einschätzung, dass dies "einigermaßen" der Fall sei und 10% stimmten für die Auswahlmöglichkeit "gar nicht im Griff".

Mittagessensausschüsse als Qualitätssicherer

Einig waren sich die Diskutierenden auf dem virtuellen Podium darin, dass die Arbeit der Mittagessenausschüsse mit der Testverkostung im Zuge der Ausschreibung nicht beendet sein sollte. Vielmehr komme es darauf an, die Umsetzung der Anforderungen im täglichen Schulmittagessen aktiv und kenntnisreich zu begleiten, die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen zeitweise nach Optimierungspotential zu hinterfragen, dem Anbieter durch eine enge Kommunikation die Erwartung nach vertragskonformer, aber gleichermaßen kreativer Umsetzung des „Leistungsversprechens“ zu signalisieren. Darüber hinaus sollte bei vermuteten, aber nicht abstellbaren Mängeln eine frühzeitige Einbindung des Schulamts erfolgen. Um Mittagessensausschüsse bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, überarbeitet die Vernetzungsstelle Schulverpflegung aktuell die Handreichung für deren Arbeit. Einen ersten Vorgeschmack darauf bietet ein ebenfalls von ihr erstellter Flyer zur neuen Handreichung, der von den Teilnehmenden als informativ und hilfreich für ihre Arbeit eingeschätzt wurde.

Nach zwei intensiven aber kurzweiligen Stunden endete das erste Online-Forum Qualitätsentwicklung und wurde von den Teilnehmenden als sehr gut organisiert, technisch kompetent betreut sowie umgesetzt und sehr informativ bewertet - oder wie es ein Teilnehmer auf den Punkt brachte: „Vielen Dank, war echt super. Bleibt gesund“.

Weitere Informationen:

Impulsreferat Petra Hottenroth (PDF 875 KB)

Flyer zur Handreichung „Mittagessensausschüsse“ (PDF 58 KB)

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