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Magen-Darm-Erkrankungen in Berlin und 4 weiteren Bundesländern

Seit letzter Woche sind in Berlin und weiteren 4 ostdeutschen Bundesländern mehr als 8.900 Kinder und Jugendliche an Brechdurchfällen erkrankt, deren Ursache offenbar im Zusammenhang mit dem Speisenverzehr in Kitas und Schulen steht.

Besonders viele Meldungen der Erkrankung gab es am 26. und 27.09.2012. In den Folgetagen wurden weitere neue Fälle sowie zahlreiche Nachmeldungen in den Landesbehörden registriert. Aktuell liegt die Zahl der gemeldeten Fälle in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei 8.962.
Die Lage hat sich über das Wochenende und zu Beginn dieser Woche beruhigt.
Die Krankheitsverläufe sind bei den meisten Betroffenen relativ kurz (1-2 Tage) und unkompliziert. Sekundärinfektionen treten nur vereinzelt auf.

Die genaue Ursache ist gegenwärtig noch ungeklärt. Derzeit werden Human- und Lebensmittelproben auf den Norovirus und auf toxinbildende Bakterien hin untersucht. Parallel zu den Laboruntersuchungen werden derzeit Warenströme, Speisenpläne und Einkaufslisten geprüft und zurückverfolgt.

Nach aktuellem Informationsstand wurden alle Kitas und Schulen, in denen Fälle aufgetreten sind, von einem Essensanbieter beliefert. Noch liegt kein Nachweis dafür vor, dass die Ursache der Krankheitsfälle beim Essensanbieter Sodexo liegt, trotzdem rät die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft den Kitas, Horteinrichtungen und Schulen aus Fürsorgepflicht zurzeit keine Speisen dieses Anbieters auszugeben. Vermutlich ist die Ursache lediglich auf eine Lieferung bzw. eine Charge zurückzuführen.

Aufgrund der aktuellen Situation arbeiten derzeit in einer „Task Force“ die zuständigen Behörden auf Bundes- und Länderebene zusammen. Auf der Bundesebene koordiniert das Robert-Koch-Institut (RKI) die epidemiologischen Untersuchungen und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Recherchen zu den Vertriebswegen der Lebensmittel. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) wird gegebenenfalls eine Risikobewertung abgegeben.

Aktuelle Pressemeldungen aus Berlin und Brandenburg finden Sie hier.
Weitere Informationen des Robert-Koch-Institutes können Sie hier nachlesen.

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