Direkt zum Seiteninhalt Zur Hauptnavigation Zur Wurzelnavigation

Gesunde Ernährung von Anfang an in der Kita - im 2. und 3. Lebensjahr

In Kooperation mit dem Projekt „Kita Kids IN FORM – Gut essen in der Kita“ der Verbraucherzentrale Berlin hat die Vernetzungsstelle am 23.09.2013 pädagogisches Fachpersonal und Hauswirtschaftskräfte der Kitas des Landesprogramms „Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita“ eingeladen.

Der Alltag in Kindertagesstätten hat sich durch den Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren deutlich verändert. Pädagogische Fachkräfte und Hauswirtschaftskräfte werden im Bereich der Ernährungsbildung und einer vollwertigen Verpflegung der Kleinkinder vor neue Herausforderungen gestellt. In der Fortbildung setzten sich die Teilnehmenden daher mit der Referentin und Diplom-Ökotrophologin Christiane Röhling mit den Rahmenbedingungen zur Umsetzung einer ausgewogenen Ernährung auseinander.

Nach Definition der Faktoren, die das Essverhalten der Kinder beeinflussen, konnten Empfehlungen für die Ernährungsbildung abgeleitet werden. Dazu zählt der Dialog mit den Eltern, bei dem es gilt, klare Regeln zu vereinbaren, z.B. für von zu Hause mitgebrachte Speisen. Die Kinder sollten auf der emotionalen Ebene angesprochen werden. Denn Kinder lernen nicht kognitiv, sondern durch Erleben, wobei die Atmosphäre eine große Rolle spielt.
Es wurde schnell deutlich, dass eine Herausforderung in der individuellen Betreuung der Kleinkinder bei den Mahlzeiten besteht; denn Kleinkinder benötigen wesentlich mehr Unterstützung beim Essen und Trinken als die „Älteren“.

Während zu Beginn noch die Innenreize wie Hunger-, Durst- und Sättigungsempfinden die Nachfrage nach Essen und Trinken steuern, gewinnen mit zunehmendem Alter der Kinder Außenreize an Bedeutung. Feste Essenszeiten, Rituale, aber auch die Beobachtung der anderen Kinder in der Kita und die Vorbildfunktion der Pädagogen werden zunehmend bedeutender. Zudem mögen Kinder in der Regel das, was ihnen angeboten wird. Deshalb haben Pädagogen und Hauswirtschaftskräfte in Kitas neben den Eltern einen großen Einfluss auf die Ausprägung des Essverhaltens der Kinder.
Es wurde herausgearbeitet, was und wie viel Kleinkinder essen sollten und was bei der Speisenplangestaltung zu beachten ist. Dazu übten die Teilnehmenden anhand eines Beispielspeiseplans und erarbeiteten Vorschläge zur Optimierung.

Um die Frage „Brauchen Kinder eine Extrawurst?“ zu klären, hatte Frau Röhling Kinderprodukte dabei, die anhand der Angaben auf dem Etikett kritisch gecheckt wurden. Prinzipiell sind so genannte Kinderprodukte nicht erforderlich. Sie zählen aufgrund ihres meist hohen Fett-, Zucker und Energiegehalts zur Gruppe der Snacks und Süßigkeiten und sind damit für Kleinkinder ungeeignet.
In der Fortbildung konnten die Teilnehmenden bestehende Unsicherheiten und Fragen klären und damit Handlungssicherheit für den Kita-Alltag erlangen.

Weitere Berichte

  • Hip-Hop im IN FORM-Projekt

    Rezepte der IN FORM-Teilnehmerschulen als Hip-Hop-Songs vertont - Schulen sind eingeladen, ein eigenes Video zu drehen


  • Gesund Essen und Trinken in der Kita für alle?!

    Workshop zum Einfluss der Vorbildwirkung von pädagogischen Fachkräften auf die Ernährungsbildung von Kita-Kindern


  • Online-Fortbildung für Lehrkräfte des IN FORM-Projekts am 09.06.2020

    Online-Fortbildung „Beispiele für den fächerübergreifen­­den Einsatz der Gemüse-Obst-Abokiste“


  • Berliner Kitas und Schulen sind wieder geöffnet!

    Hinweise zur aktuellen Verpflegungssituation während der schrittweisen Öffnung


  • Kita- und Schul-Schließung in Berlin!

    Aktuelle Informationen für alle Eltern von Kita- und Schulkindern in Berlin


  • Fortbildung zum IN FORM-Projekt in der TU Berlin am 27.02.2020

    Fortbildungsschwerpunkt: „Speisen nachhaltig planen – Rezepte mit dem NAHGAST-Rechner bearbeiten“