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Fortbildung zur „Qualitätssicherung des Berliner Schulmittagessens: Speisenplan-Check“ am 01.10.2015 im Rahmen der Tage der Schulverpflegung 2015

Im Mittelpunkt der Fortbildung standen Informationen zur schulinternen Qualitätssicherung des Berliner Schulmittagessen, insbesondere für die Arbeit der Mittagessensausschüsse. Die rund 30 teilnehmenden Erzieher/innen und Lehrkräfte lernten den Speisenplan-Check als ein Instrument zur Qualitätssicherung und Ernährungsbildung kennen und erprobten seine Anwendung jeweils am Speiseplan der eigenen Schule.

In der Vorstellungsrunde berichteten die Erzieher/innen und Lehrkräfte über Ihre Arbeit in den Mittagessensausschüssen. Nahezu alle vertretenen Schulen haben einen aktiven Ausschuss, in dem Erzieher/innen, Eltern und Schüler/innen mitarbeiten. Viele Schulen stehen in regelmäßigem Austausch mit ihrem Essensanbieter und machen damit überwiegend positive Erfahrungen. Einige Schulen setzen eigens entwickelte Feedbackinstrumente ein, um die Zufriedenheit der Schüler/innen mit dem Essen abzufragen. Die Teilnehmenden wünschen sich aber fachliche Unterstützung, um die Qualität des Verpflegungsangebots noch besser beurteilen zu können.

Sandra Tobehn, Ökotrophologin und Mitarbeiterin der Vernetzungsstelle, knüpfte eingangs an die Neuordnung des Schulmittagessens in den Berliner Grundschulen an und machte deutlich, dass eine gute Kommunikation die Voraussetzung für ein gutes Mittagsangebot ist. Dabei sollten alle Akteure beteiligt sein, nicht zuletzt die Schulen selbst. Denn die Schüler/innen, Lehrkräfte und Erzieher/innen sind diejenigen, denen es, möglichst täglich, schmecken soll. Mit dem Gesetz über die Qualitätsverbesserung des Berliner Schulmittagessens wurden Mittagessensausschüsse an Ganztagsschulen regelhaft installiert. Damit ist eine größere Mitsprache der Schulen als fester Bestandteil der schulinternen Qualitätssicherung gewährleistet.

Mit der <link file:1041 herunterladen der datei>Handreichung „Qualitätssicherung und –kontrolle des schulischen Mittagessens“ typo3/der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft liegen den Berliner Ganztagsschulen, insbesondere den Mittagessensausschüssen, umfassende Informationen über Akteure, Zuständigkeiten und Kommunikationswege der Qualitätssicherung und –kontrolle des Schulmittagessens vor. Neben der (schul-)externen Qualitätskontrolle durch die Essensanbieter, das Schulamt als Auftraggeber und die künftige Fachkontrollstelle Schulmittagessen wird vor allem die schulinterne Qualitätssicherung in der Handreichung dargestellt. Mittagessensausschüsse können hierbei verschiedene Instrumente einsetzen, z.B. den in der Handreichung enthalten Speisenplan-Check. Er ist auf die Vertragsbedingungen für das Mittagessen an den Berliner Grundschulen zugeschnitten, die auf dem <link http: www.vernetzungsstelle-berlin.de fileadmin downloaddateien external-link-new-window externen link in neuem>DGE-Qualitätsstandard typo3/ basieren und weitergehende Qualitätsvorgaben enthalten.

Die teilnehmenden Lehrkräfte und Erzieher/innen haben während der Fortbildung die Anwendung des Speisenplan-Checks mit fachlicher Unterstützung erprobt. Alle hatten dazu den aktuellen Speiseplan Ihrer Schule dabei. Die Teilnehmenden stellten fest, dass die meisten Speisepläne im Großen und Ganzen quantitativ den vertraglich festgelegten Kriterien entsprechen.

Unsicherheiten beim Ausfüllen gab es allerdings auch, beispielsweise, wie ein Erbseneintopf zu berücksichtigen ist, da nicht alle Einzelkomponenten aus dem Speiseplan hervorgehen. Auch konnten die Teilnehmenden einzelne Begriffe des Speiseplans nicht zuordnen, weil sie ihnen nicht bekannt waren, z.B. „Risibisi“ oder die Abkürzung „MSC“. Zudem blieb die Zubereitungsart von „Falafelbällchen“ oder „Gemüsetalern“ unklar und damit, ob es sich um frittierte Produkte handelt.

Sandra Tobehn wies darauf hin, dass diese Fragen im Gespräch mit dem Essensanbieter geklärt werden sollten. Er kann über die eingesetzten Lebensmittel und die Zubereitung informieren. Um für noch mehr Transparenz zu sorgen, bieten viele Essensanbieter den von ihnen belieferten Schulen die Möglichkeit, ihre Großküche bei einem Besuch kennenzulernen. Im Rahmen der Tage der Schulverpflegung hatte die Vernetzungsstelle gezielt Caterer eingeladen, sich an der Aktion „Tage der offenen Schulküchen“ zu beteiligen.

Aufgrund der großen Nachfrage bietet die Vernetzungsstelle am 12.11.2015 eine weitere Fortbildung zum Speisenplan-Check an.   Interessierte schulische Vertreter/innen können sich gerne über die Vernetzungsstelle zu diesem Termin anmelden: s.tobehn@vernetzungsstelle-berlin.de oder Tel: 030/90227 5455.


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