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Erste Kita-Träger-Werkstatt „Essen und Trinken in der guten gesunden Kita“ am 4.06.2013

Kita-Träger des Landesprogramms „Kitas bewegen“ waren zum Auftakt der Werkstatt-Reihe unter dem Titel „Essen und Trinken in der guten gesunden Kita“ eingeladen.

Das erste Treffen wurde genutzt, um den Leitfaden „Essen und Trinken in der guten gesunden Kita“ vorzustellen und die individuellen Interessen und den Bedarf der teilnehmenden Kita-Träger zu ermittelt.

Gemeinsam mit Sabine Schulz-Greve, Leiterin der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin, begrüßte Steffi Markhoff, Koordinatorin des Berliner Landesprogramms „Kitas bewegen“, die große Teilnehmerrunde und stellte zu Beginn die summierten Ergebnisse der Selbstevaluationen der Kitas des Landesprogramms vor. Daraus ging hervor, wie bedeutend der Bereich „Ernährung“ sowohl den Erzieherinnen als auch den Eltern in den Kitas ist und dass häufig der Wunsch besteht, sich als Kita in diesem Bereich weiterzuentwickeln.

Im Vortrag zum Leitfaden zur Qualitätsentwicklung stellte Sandra Tobehn, Ökotrophologin und Mitarbeiterin der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin, unter anderem den Berliner Referenzrahmen zur Verpflegung und Ernährungsbildung und die sechs Schritte des Organisationsentwicklungskreislaufs für die Qualitätsentwicklung im Bereich „Essen und Trinken in der Kita“ vor.

Folgt man dem Kreislauf, dann sollten alle Akteure in der Kita in den Entwicklungsprozess einbezogen und sich ihrer jeweiligen Verantwortung und ihren Handlungschancen bewusst sein. Kita-Träger können den Rahmen für ein gesundheitsförderliches Verpflegungsangebot in ihren Kitas schaffen, also die finanziellen, personellen und räumlichen Ressourcen bereitstellen und den fachlichen Austausch ermöglichen. Auch gehört die Qualifizierung und kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter, der Pädagog/-innen und bei selbstkochenden Kitas auch des Küchenpersonals, zum Verantwortungsbereich des Trägers.

Der Leitfaden enthält Instrumente für die einzelnen Schritte des Kreislaufs. Das Instrument zur Bestandsaufnahme, mit dem die Kitas ihre Ausgangssituation zum Verpflegungsangebot, zur Ernährungsbildung und zur Kommunikation bestimmen können, kann eine gute Basis für die Formulierung individueller Ziele und für die Planung von Maßnahmen sein.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde in Arbeitsgruppen diskutiert, welche Qualitätsvereinbarungen in den Kitas bereits bestehen, wo ein Entwicklungsbedarf gesehen wird, welche Hindernisse zu überwinden sind und welcher Fortbildungsbedarf besteht.

Einig sind sich die Teilnehmer/-innen darüber, dass die Kommunikation zwischen dem Küchenpersonal, den pädagogischen Fachkräften und dem Kita-Träger verbessert werden muss. Das Schaffen einer regelhaften, guten Kommunikationsstruktur als Schnittstelle zwischen Pädagogik und „Essen und Trinken“ wird hier als notwendig erachtet.

Der Austausch unter den Teilnehmenden war sehr positiv und angeregt und soll in der nächsten Kita-Träger-Werkstatt fortgesetzt werden.

Mit dem Ausblick kündigte die Vernetzungsstelle die Fortführung der Träger-Werkstatt im Rahmen von IN FORM an. Auf Wunsch der Teilnehmenden wird sich die Vernetzungsstelle bemühen, Referenten für das Thema „Hygiene bei Nahrungsmittelzubereitung mit Kindern“ zu gewinnen.

Des Weiteren wird die Vernetzungsstelle in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Berlin eine Fortbildung zu den besonderen Anforderungen an die Verpflegung von unter Dreijährigen im Herbst 2013 anbieten. Zielgruppen dieser Fortbildung sind sowohl pädagogische Mitarbeiter/-innen als auch hauswirtschaftliches Personal von Kindertageseinrichtungen. Ziel ist es, Kenntnisse zu vermitteln, um auf die häufig geäußerten Unsicherheiten zur Ernährung von unter Dreijährigen, und auch speziell der unter Einjährigen, zu reagieren und darüber die Handlungskompetenz der Teilnehmenden zu stärken.

Kitas, die sich im Rahmen der Selbstevaluation im Landesprogramm „Kitas bewegen“ ein Ziel im Bereich der „Ernährung“ gesetzt haben, erhalten darüber hinaus ein weiteres Fortbildungsangebot, zu dem die Vernetzungsstelle im Auftrag der AOK Nordost einladen wird. Bei dieser zweiteiligen Fortbildung wird es um die konkrete Arbeit mit dem DGE-Qualitätsstandard und dem Leitfaden „Essen und Trinken in der guten gesunden Kita“ gehen und darum, das methodische Handwerkszeug für die Qualitätsentwicklung in der eigenen Kita kennenzulernen und zu erproben.

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