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"Berliner Aktionstage Schulverpflegung" waren ein voller Erfolg

Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin organisierte vom 17. bis 21. Oktober 2011 vielfältige Aktionen rund um das Thema Schulverpflegung. Der thematische Schwerpunkt lag dabei auf den Verpflegungsangeboten an weiterführenden Schulen.

Schulessen im „Wandel“

„Ich kann nur sagen, die Resonanz war sehr gut“, sagte Andreas Krämer, verantwortlicher Küchenleiter des Restaurants „Wandel“, über die Umsetzung der Aktionstage in der öffentlichen Betriebsgastronomie der Berliner Senatsverwaltung für Bildung. 
Angeregt von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung bot er mit seinem Team während der Berliner Aktionstage Schulverpflegung täglich neben 4 anderen Menüs auch ein „Schulessen“ nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung an.

Am Mittwoch stand Kartoffel-Kürbis-Tarte mit buntem Eisbergsalat auf dem Speisenplan.  Laut Karin Hautmann, Mitarbeiterin der Senatsverwaltung Bildung, war sie „die perfekte vegetarische Alternative an diesem Tag. Die war richtig gut, die war einfach der Hammer!“

631 „Schulessen“ gingen in der Woche vom 17. bis 21.10.2011 über die Theke der öffentlichen Betriebsgastronomie, was alle Beteiligten dieser Aktion als vollen Erfolg werteten. Und so überrascht das Fazit von Küchenprofi Andreas Krämer auch nicht: „Ich würde sagen, bis zum nächsten Jahr!“


Essen ist Kommunikation! - Tischgespräche und „Runder Tisch“ während der Berliner Aktionstage Schulverpflegung

Gespräche über Schulessen sind bisweilen reichlich theoretisch und fernab der täglichen geschmacklichen Herausforderungen in Mensen und Cafeterien.
Um dieser Gefahr zu entgegen, hatte sich die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung etwas Besonderes einfallen lassen: Sie lud ihre Gesprächspartner erst einmal zum gemeinsamen Genuss eines „Schulmenüs“ aus der Küche der öffentlichen Betriebsgastronomie der Senatsverwaltung Bildung ein.
Mit diesem sehr praktischen Beispiel auf dem Teller boten sich mannigfaltige Anknüpfungspunkte für interessante und konstruktive Gespräche bei Tisch.
Zu den Gästen gehörten u.a. Vertreterinnen des Berliner Landeselternausschusses, die sich derzeit intensiv für angemessene Preise eines Mittagessens nach den DGE-Standards an Berlins Grundschulen einsetzen. 

Im Gespräch mit den „Macherinnen“ der Berliner Serviceagentur ganztägig lernen wurden vor allem Möglichkeiten einer zukünftig noch engeren Kooperation beraten. „Wir waren uns absolut einig, das ein Mittagsangebot integrierter Bestandteil jedes schulischen Ganztagskonzeptes sein muss und Ernährungs- und Verbraucherbildung Teil des schulischen Bildungsauftrags ist“, betonte Sabine Schulz-Greve, Projektleiterin der Vernetzungsstelle.
Der „Runde Tisch“ zu den Verpflegungsangeboten an weiterführenden Schulen am 19.10.2011 gehörte sicher zu den Höhepunkten der Aktionstage. Im Zuge der jüngsten Schulstrukturreform im Sekundarbereich gibt es in Berlin neben den Gymnasien nur noch Integrierte Sekundarschulen mit Ganztagsangeboten. Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter sowie Vertreter der Senatsverwaltung Bildung und eines Schulträgers diskutierten intensiv, welche Faktoren die Akzeptanz eines Mittagsangebots beeinflussen und wie die Einbindung in die Ganztagskonzepte der Sekundarschulen gestaltete sein sollte.
Internationales Flair gewann der „Runde Tisch“ durch die Teilnahme der Leiterin des Pariser Schulamtes, deren Beträge einen aufschlussreichen Blick über den „deutschen Tellerrand“ hinaus ermöglichten. 
Das am Runden Tisch gemeinsam genossene Schulmenü, eine  Kartoffel-Kürbis-Tarte, wurde von ihr übrigens mit „très bien“ bewertet.

 

Berliner Schülerfirmen IN FORM: Pausensnacks – saisonal, regional, bio!

Am  21.10.2011 hieß es für angemeldete Schülerfirmen im Bereich Nahrungsmittelverarbeitung in der Kreuzberger Markthalle IX: Bio kann jeder! 
Die Vernetzungsstelle hatte in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für Schülerfirmen in Berlin die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin- Brandenburg e.V.  beauftragt, Schülerfirmen in Sachen  „Einkauf und Verarbeitung von Lebensmitteln aus ökologischem Landau - saisonal und regional“ fit zu machen. Die Betreiber der traditionsreichen Kreuzberger Markthalle IX stellten dazu ihren neueröffneten Wochenmarkt als spannenden Lernort zur Verfügung.

Regional ist 1. Wahl!
Während die regionalen Händler ihre Marktstände aufbauten, gab es für die Schülerfirmen „Just Eat“, „Café Mahlzeit“ und „Alles lecker“ Informationen rund um Ökolandbau und Handel von  Bioprodukten. Warenkunde live vom Erzeuger wurde beim gemeinsamen Einkauf in der Markthalle geboten. Bio-Koch Alexander Sommerfeldt ließ anschließend Rezepte mit vielen „Unbekannten“ ausprobieren: „Rote Beete Smoothie“ oder „vegetarische Bioburger“ gehörten bislang nicht ins Angebot der Schülerfirmen. Trotz anfänglicher Skepsis war aber spätestens beim gemeinsamen Testessen klar: alle Rezepte waren praxistauglich und die Pausensnacks schmeckten nicht nur den Schülerinnen und Schülern. Auch Marktbesucher konnten an der Verkostung teilnehmen und waren insbesondere vom „Rote Linsen-Aufstrich“ und den „Möhrenwaffeln“ begeistert.
Die Vernetzungsstelle und ihre Kooperationspartner planen weitere gemeinsame praxisnahe Fortbildungsangebote für Schülerunternehmen.

 

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