Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin

Allgemein

Gibt es eine Liste mit von der Vernetzungsstelle empfohlenen Essensanbietern?

Gibt es eine Liste mit von der Vernetzungsstelle empfohlenen Essensanbietern?

Solch eine Liste führt die Vernetzungsstelle nicht, da sich die Vernetzungsstelle als marktneutrales Beratungsnetzwerk versteht. 

Wie finden wir einen geeigneten Essensanbieter für unsere Kita/Schule?

Wie finden wir einen geeigneten Essensanbieter für unsere Kita/Schule?

Grundlage für Verpflegungsangebote an Schulen/Kitas sind Verträge, die der Träger der Einrichtung mit einem Essenanbieter abschließt. Aus rechtlichen Gründen werden diese Dienstleistungen in der Regel öffentlich ausgeschrieben. Es ist daher notwendig, den direkten Kontakt zum Schul-/Kitaträger herzustellen und die Suche nach einem geeigneten Anbieter gemeinsam voranzutreiben. 

Wie sollte die Kennzeichnung von Speisenplänen in Kitas und Schulen aussehen?

Wie sollte die Kennzeichnung von Speisenplänen in Kitas und Schulen aussehen?

Der Kennzeichnungspflicht für Speisepläne liegen folgende rechtliche Verordnungen zugrunde: Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), Nährwertkennzeichnungsverordnung (NKV) und Zusatzstoff-Zulassungsversordnung (ZzulV).
Nähere Informationen zur Kennzeichnungspflicht bekommen Sie über die Projektseiten „FitKid – Die Gesund-Essen-Aktion für Kitas“ und „Schule + Essen = Note 1“.
Zusätzlich sollten Sie sich erkundigen, was der zugrundeliegende Vertrag bezüglich der Kennzeichnung des Speisenplans vorgibt.

Mein Kind hat eine Allergie und/oder eine Lebensmittelunverträglichkeit. Wie sollten wir als Schule/Kita/Caterer damit umgehen?

Mein Kind hat eine Allergie und/oder eine Lebensmittelunverträglichkeit. Wie sollten wir als Schule/Kita/Caterer damit umgehen?

Laut DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung sowie für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder sollte die Teilnahme am Mittagessen auch Schülerinnen und Schülern mit Allergien und/oder Lebensmittelunverträglichkeiten ermöglicht werden. Dies erfordert die Information des Caterers/der Küche über ein Attest mit einer Auflistung der Allergene/Lebensmittel, die nicht vertragen werden. In diesem sollte leicht verständlich dargelegt werden, an welcher Allergie/Unverträglichkeit das Kind leidet und auf welche Nahrungsmittel verzichtet werden muss. Die Kenntlichmachung der 14 Hauptallergene, entsprechend LMIV, auf dem Speisenplan ist Voraussetzung für die Teilnahme am regulären Angebot. Teilweise ist das Angebot eines speziellen Essens nötig; nur in Ausnahmefällen sollte die Teilnahme durch ein von zu Hause mitgebrachtes Essen realisiert werden.

Weiterführende Informationen zum Umgang mit Allergien finden Sie auf folgenden Seiten:

Können wir den Kindern/Schülern das Leitungswasser in unserer Kita/Schule ohne Bedenken zum Trinken anbieten?

Können wir den Kindern/Schülern das Leitungswasser in unserer Kita/Schule ohne Bedenken zum Trinken anbieten?

Leitungswasser ist ein wertvolles Grundnahrungsmittel und unterliegt deshalb in Deutschland per Gesetz einer strengen Überwachung. Wasserwerke müssen garantieren, dass sie Wasser in Trinkwasserqualität liefern. Wir empfehlen Kitas und Schulen zusätzlich eine Wasseranalyse beim zuständigen Gesundheitsamt, bei den Wasserwerken oder in einem Analyselabor zu veranlassen.

Wir wollen zusätzlich zum warmen Mittagessen in den übrigen Pausen eine Zwischenverpflegung anbieten. Was sollten wir beachten?

Wir wollen zusätzlich zum warmen Mittagessen in den übrigen Pausen eine Zwischenverpflegung anbieten. Was sollten wir beachten?

Wichtig für ein ausgewogenes Verpflegungsangebot der Kita bzw. Schule ist die Abstimmung der angebotenen Mahlzeiten aufeinander. Die Qualitätsstandards der DGE für die Kita-Verpflegung und die Schulverpflegung geben jeweils Empfehlungen für die Ausgestaltung der Zwischenmahlzeiten. Neu ist die Broschüre „Snacks an weiterführenden Schulen“ der DGE, die nicht nur Empfehlungen zur Gestaltung des Snackangebotes gibt, sondern auch einige Rezeptvorschläge beinhaltet.

Weitere Empfehlungen beinhalten die Checkliste für ein gesundes Pausenangebot an Berliner Schulen der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der AOK Berlin sowie der Flyer zur Zwischenverpflegung im Schulalltag der DGE. Selbstverständlich ist auf die Einhaltung von geltenden Hygienevorschriften zu achten.


Kann unsere Kita/Schule am Schulmilchprogramm der EU teilnehmen?

Kann unsere Kita/Schule am Schulmilchprogramm der EU teilnehmen?

Ja, das EU-Schulmilchprogramm fördert den Verkauf von Milch- und Milchprodukten in Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen. Informieren Sie sich über das EU-Schulmilchprogramm und das Anmeldeverfahren auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Zu direkten Ansprechpartnern für die Regionen Berlin und Brandenburg kommen Sie auf der Seite Schulmilch für Alle oder über die des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.

Wir wollen unsere Mensa/unseren Speiseraum renovieren, umgestalten und verschönern. Wo finden wir fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung?

Wir wollen unsere Mensa/unseren Speiseraum renovieren, umgestalten und verschönern. Wo finden wir fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung?

In der Regel ist der Kita- bzw. Schulträger für die räumliche Unterhaltung zuständig. Deshalb ist dieser beim Wunsch nach räumlichen Veränderungen der erste Ansprechpartner. Darüber hinaus kann sich eine Schule selbst Sponsoren suchen. Auf die Einhaltung des Sponsorenrechts ist in diesem Fall zu achten. Eine Alternative kann die Gründung eines schulischen Fördervereins sein.

Ist eine vegane oder vegetarische Ernährung für Kita- und Schulkinder geeignet?

Ist eine vegane oder vegetarische Ernährung für Kita- und Schulkinder geeignet?

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche ovo-lacto-vegetarische Ernährung – ohne Fleisch und Fisch, aber mit Eiern und Milchprodukten – ist durchaus im Kindesalter geeignet. Besondere Aufmerksamkeit sollte auf die Versorgung mit Eisen, Eiweiß, Zink, Calcium, Vitamin B12, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren gelegt werden. Besonders nährstoffreich sind Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Um einen Mangel an Eiweißen, wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu verhindern, sollte das Kind zudem regelmäßig Milchprodukte und Eier essen. Wird auf Fleisch verzichtet, sollten andere eisenreiche Lebensmittel zum Einsatz kommen, um den Bedarf zu decken. Als Getreide wird Hirse oder Hafer empfohlen, diese sind besonders reich an Eisen. Auch sollten mehrmals in der Woche Hülsenfrüchte und viel eisenreiches Gemüse (zum Beispiel Fenchel, Zucchini, Spinat) und Salate auf dem Speiseplan stehen. Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollte ein Vitamin-C-reiches Lebensmittel zu den Mahlzeiten gehören.

Eine vegane Ernährung ist bei Kita-und Schulkindern nicht geeignet. Bei einer veganen Ernährung kann es aufgrund des Verzichts auf jegliche tierische Lebensmittel zu einer Unterversorgung mit Energie, essentiellen Aminosäuren, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Vitamin D kommen und die Zufuhr langkettiger n-3 Fettsäuren ist ebenfalls gering. Das Risiko für die Entwicklung von Nährstoffmangelzuständen bei veganer Ernährung betrifft aufgrund des hohen Anspruchs an die Nährstoffdichte während des Wachstums bzw. wegen der geringeren Nährstoffspeicher vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Kinder. Bei unzureichender Zufuhr kann es zu Störungen der Blutbildung (Vitamin B12-Mangel), Wachstumsverzögerung (Energie-Protein-Malnutrition) und teilweise irreversible neurologische Störungen wie mentale Retardierung (Mangel an Vitamin B12 und Jod) kommen.
Die Position der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) finden Sie hier.

Müssen auch mitgebrachte Speisen für gelegentliche Kita- und Schulfeste gekennzeichnet werden?

Müssen auch mitgebrachte Speisen für gelegentliche Kita- und Schulfeste gekennzeichnet werden?

Nein. So lange keine Regelmäßigkeit beim Verkauf besteht bzw. es um eine gelegentliche Abgabe von Lebensmitteln durch Privatpersonen geht, macht die EU-Verordnung eine Ausnahme. Allergene müssen also nicht gekennzeichnet werden, wenn z.B. Eltern Speisen für ein Kita-Fest mitbringen. Eine freiwillige Angabe ist für Betroffene von Vorteil, birgt aber ebenso das Risiko einer falschen bzw. unzureichenden Kennzeichnung. Hilfreich kann eine Checkliste für mitgebrachte Speisen sein.

Sobald aber "eine gewisse Kontinuität der Aktivitäten und ein gewisser Organisationsgrad" (siehe Punkt 15 der LMIV) der Speisenversorgung erkennbar ist, müssen Speisen nach EU-Recht gekennzeichnet werden.

Ist eine gluten- oder laktosefreie Ernährung für Kinder geeignet?

Ist eine gluten- oder laktosefreie Ernährung für Kinder geeignet?

Ein Verzicht auf gluten- oder laktosehaltige Lebensmittel ist nur gerechtfertigt, wenn eine Unverträglichkeit dieser Inhaltstoffe zweifelsfrei nachgewiesen ist. Es sollte eine gesicherte Diagnose vom Arzt durchgeführt werden. Eine unnötige Einschränkung der Lebensmittelauswahl kann zu erheblichen sozialen Belastungen für das Kind führen und – bei einer ungenügenden Zufuhr an lebenswichtigen Nährstoffen – gesundheitsgefährdend sein.
Bei der Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) ist die Aktivität des Enzyms Laktase gehemmt. Die vorherrschende Form ist der primäre, entwicklungsgenetisch bedingte Laktasemangel. Bei den Betroffenen sinkt die Laktaseaktivität zwischen dem zweiten und 20. Lebensjahr anlagebedingt unter einen bestimmten Wert, so dass wenig bis keine Laktose mehr vertragen wird. Kleinkinder von 2-3 Jahren sind i.d.R. noch nicht davon betroffen. Auch wenn eine Laktoseintoleranz vorliegt, werden zumeist kleine Mengen Laktose vertragen und ein vollständiger Ausschluss von Milch und Milchprodukten ist nicht nötig.

Zöliakie wird durch das Getreideprotein Gluten (z.B. in Roggen, Weizen, Dinkel, Gerste, Hafer) und verwandte Proteine bei Menschen mit einer genetischen Empfindlichkeit ausgelöst und geht mit einem Rückgang des Dünndarmschleimhautgewebes einher. Etwa 0,7 % der Kinder sind von einer Zöliakie betroffen. Bei gesicherter Diagnose ist eine dauerhafte glutenfreie Ernährung erforderlich.



Schule

Gibt es Empfehlungen zur Schulverpflegung?

Gibt es Empfehlungen zur Schulverpflegung?

Mit den Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. liegen bundesweit einheitliche Empfehlungen vor. Sie umfassen ernährungsphysiologische Empfehlungen für die Getränkeversorgung und die Mittags- und Zwischenverpflegung sowie einen Orientierungsrahmen für die Gestaltung der schulorganisatorischen und pädagogischen Rahmenbedingungen von Schulverpflegung.

Wie viel kostet ein Schulessen? Wie sieht die Kostenbeteiligung der Eltern aus?

Wie viel kostet ein Schulessen? Wie sieht die Kostenbeteiligung der Eltern aus?

Die Preise für ein Mittagessen schwanken beträchtlich. Ursache sind die unterschiedlichen Portionsgrößen in Grund- und Sekundarstufe sowie die Art der Herstellung. Die monatlichen Kosten bewegen sich zwischen 65 Euro und 80 Euro.
In Grundschulen zahlen Eltern, deren Kinder ein (den Nachmittag einschließendes) Ganztagsbetreuungsangebot in Anspruch nehmen, für das Mittagessen eine Kostenbeteiligung in Höhe von derzeit 37 €. Ansonsten zahlen Eltern den Vollkostenpreis des Mittagessens.

Gibt es Zuschüsse des Landes Berlin zum Mittagessen?

Gibt es Zuschüsse des Landes Berlin zum Mittagessen?

Das Land Berlin bezuschusst das Mittagessen in Grundschulen, wenn Schüler/innen die Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen, also am Nachmittag den Hort oder eine gebundene Ganztagsschule besuchen. Die Eltern müssen dann lediglich eine Kostenbeteiligung in Höhe von 37 Euro monatlich bezahlen.

Wie laufen Ausschreibungen zur Schulverpflegung ab?

Wie laufen Ausschreibungen zur Schulverpflegung ab?

Die Schulträger erstellen in Abstimmung mit den Schulen umfangreiche Vergabeunterlagen, in denen u.a. die Anforderungen an das Verpflegungsangebot sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen jeder Schule detailliert beschrieben sind. Diese Unterlagen können interessierte Anbieter nach einer öffentlichen Bekanntmachung abfordern und ihre Angebote bei den Schulträgern abgeben. Nach Prüfung und Wertung der Angebote entscheidet der Schulträger, welcher Anbieter den Zuschlag erhält und schließt mit diesem einen Vertrag ab.

Kann sich eine Schule den Caterer selbst aussuchen und ihn beauftragen?

Kann sich eine Schule den Caterer selbst aussuchen und ihn beauftragen?

Grundlage für Verpflegungsangebote an Schulen sind Verträge, die die Schulträger mit Essenanbietern abschließen. Aus rechtlichen Gründen werden diese Dienstleistungen in der Regel öffentlich ausgeschrieben. An Grundschulen muss die Entscheidung, welcher Anbieter einen Vertrag für welche Schule erhält, wegen der Zuschüsse des Landes aus vergaberechtlichen Gründen vom Schulträger gefällt werden. Das Schulgesetz sieht aber eine Mitbestimmung der Schulen vor. An weiterführenden Schulen kann die Entscheidung über den Anbieter von der Schulkonferenz selbst gefällt werden.
Die Beauftragung erfolgt allerdings immer durch den jeweiligen Schulträger.

Gibt es eine Vorlage für Ausschreibungen?

Gibt es eine Vorlage für Ausschreibungen?

Ausschreibungen werden von den Schulträgern in eigener Verantwortung durchgeführt.
Zum 01.02.2014 wurde das Mittagessen an allen Berliner Grundschulen im Rahmen europaweiter Vergabeverfahren neu ausgeschrieben. Unter Federführung der Senatsverwaltungen für Bildung und für Wirtschaft und in Zusammenarbeit mit den Bezirken, der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin sowie der AG Schulessen des Landeselternausschusses wurden für dieses Verfahren Musterausschreibungsunterlagen erarbeitet und den Bezirken zur Verfügung gestellt.

Kinder, Eltern und Erzieher/Lehrer/-innen sind unzufrieden mit dem Schulessen. Können wir den Vertrag mit dem Essensanbieter jederzeit kündigen?

Kinder, Eltern und Erzieher/Lehrer/-innen sind unzufrieden mit dem Schulessen. Können wir den Vertrag mit dem Essensanbieter jederzeit kündigen?

Der Vertrag kann unter Einhaltung der Kündigungsfristen nur zum jeweils vereinbarten Vertragsende bzw. Kündigungstermin von einer der beiden Vertragsparteien, also Anbieter bzw. Schulträger, gekündigt werden.
In den derzeit geschlossenen Verträgen für die Grundschulen sind zwei Kündigungstermine vereinbart: jeweils der 01.02. und 01.08. eines Jahres. Die Kündigungsfrist beträgt 6 Monate.
Eine außerordentliche Kündigung ist nur bei gravierenden Vertragsverletzungen und nur durch den Auftraggeber, also ihren Schulträger, möglich. Wenden Sie sich bei wachsender Unzufriedenheit frühzeitig an diesen und stimmen das weitere Vorgehen ab.

Wer ist für die Kontrolle der Qualität des Essens verantwortlich?

Wer ist für die Kontrolle der Qualität des Essens verantwortlich?

In einem vertraglichen Verhältnis stehen i. d. R. der Auftraggeber (= Schulträger) und der Auftragnehmer, meist ein Caterer. Dementsprechend sind diese beiden Vertragspartner für die Durchführung und Sicherstellung der Einhaltung des Vertrages verantwortlich.
Darüber hinaus ist für eine kontinuierliche Qualitätssicherung die Einrichtung eines schulinternen Gremiums zu empfehlen. Im Zuge der Neuordnung des Mittagessens zum 01.02.2014 wurden die Mitsprachemöglichkeiten von Mittagessen-ausschüssen erhöht und gesetzlich legitimiert.

Kann unsere Schule das Essen in Eigenregie organisieren/selbst kochen? Was müssen wir dabei beachten?

Kann unsere Schule das Essen in Eigenregie organisieren/selbst kochen? Was müssen wir dabei beachten?

Da der Schulträger per Gesetz für das Angebot eines Mittagessens an Ganztagsschulen verantwortlich ist, ist eine Abstimmung mit dem Schulträger notwendig. Zunächst müssten die räumlichen, technischen und personellen Möglichkeiten geprüft werden. In der Regel ist ein Angebot in Eigenregie aufgrund der Vorgaben durch Musterraumprogramme kaum räumlich umsetzbar, da diese nur kleine Ausgabeküchen zur Anlieferung und Ausgabe verzehrfertiger Speisen vorsehen. Räume können in der Regel nicht „einfach umgenutzt“ werden. Der Investitionsbedarf muss geklärt werden und wer diesen trägt. Auch sind die Folgekosten wie z. B. erhöhte Betriebskosten zu berücksichtigen.

Was können wir machen, um die Nachfrage für das Mittagessen zu steigern?

Was können wir machen, um die Nachfrage für das Mittagessen zu steigern?

Um die Akzeptanz der schulischen Verpflegungsangebote zu sichern, ist die Beteiligung aller Akteure – möglichst von Anfang an – ein Schlüssel zum Erfolg. Die Schülerbeteiligung ist an weiterführenden Schulen von besonderer Bedeutung. Schüler können z. B. bei der Speisenplangestaltung einbezogen werden, bei der Gestaltung des Mensaraums und bei der Ablauforganisation rund um das Mittagessen (Tischdienste etc.).

Gab es in Berlin eine Befragung zur Schulverpflegung? Wenn ja, wo ich kann die Ergebnisse finden?

Gab es in Berlin eine Befragung zur Schulverpflegung? Wenn ja, wo ich kann die Ergebnisse finden?

Ja, die Vernetzungsstelle hat im Jahr 2009 eine Erhebung von Strukturdaten zur Verpflegungssituation an Berliner Schulen durchgeführt, die von der AOK Berlin gefördert wurde.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie hier herunterladen.

Kita

Gibt es Empfehlungen zur Verpflegung in Kitas?

Gibt es Empfehlungen zur Verpflegung in Kitas?

Der Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. ist eine bundesweit einheitliche Empfehlung. Der Standard auf aktuellen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und gibt Verantwortlichen einen Orientierungsrahmen für die Planung und Umsetzung eines vollwertigen und gesundheitsfördernden Speisenangebots.
Neben den ernährungsphysiologischen Anforderungen spielen organisatorische Rahmenbedingungen und die Ernährungsbildung in Kitas eine wichtige Rolle im Standard.

Welche Beratungs- und Fortbildungsangebote zur Kita-Verpflegung und Ernährungsbildung in der Kita gibt es?

Welche Beratungs- und Fortbildungsangebote zur Kita-Verpflegung und Ernährungsbildung in der Kita gibt es?

Die Vernetzungsstelle bietet regelmäßig Fortbildungen in Kooperation mit Partnern an. Bitte erfragen Sie aktuelle Veranstaltungstermine bei uns. Die gemeinsame Teilnahme von pädagogischen und Küchenfachkräften an Fortbildungen zur Kita-Verpflegung und zur Ernährungsbildung fördert den Austausch im Team und hat sich in der Vergangenheit bewährt.

Wie viel kostet ein Mittagessen und wie sieht die Kostenbeteiligung der Eltern aus?

Wie viel kostet ein Mittagessen und wie sieht die Kostenbeteiligung der Eltern aus?

Das Mittagessen gehört zu den Leistungsverpflichtungen der Träger der Kindertageseinrichtungen in Berlin und wird entsprechend durch das Land Berlin, Eigenmittel der Träger und Elternbeiträge nach dem Tagesbetreuungskostenbeteiligungsgesetz (TKBG) finanziert.

Eltern, die eine öffentlich finanzierte Kindertagesbetreuung mit Mittagessen für ihr Kind in Anspruch nehmen, zahlen für das Mittagessen monatlich 23 €. Der Kitagutschein weist den individuellen Kostenbeitrag für die Betreuung aus und enthält den für alle Kinder verpflichtenden Mittagessenanteil (Ausnahme: Halbtagsbetreuung ohne Mittagessen).
Die Beitragsfreiheit für den Kitabesuch in den letzten drei Jahren vor Beginn der regelmäßigen Schulpflicht bezieht das Mittagessen nicht mit ein.

Die (Voll-)Kosten für ein Mittagessen in der Kita sind in Berlin sehr unterschiedlich. Einige Gründe für unterschiedliche Preise sind z.B. verschiedene Qualitätskriterien der jeweiligen Einrichtungen wie z.B. der Anteil von Bioprodukten. Zudem kommt es auf die Anzahl der Portionen an, die gekocht werden und ob die Einrichtung das Mittagessen selber kocht bzw. sich von einem Caterer beliefern lässt.

Zusätzliche Zahlungen können von den Kitas nur dann gefordert werden, wenn besondere, über die Verpflichtung hinausgehende Leistungen erbracht werden (z. B. Vesper, Frühstück).

Kinder aus Familien mit geringem Einkommen haben seit Inkrafttreten des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) einen Anspruch auf Leistungen für das gemeinsame Mittagessen in Kitas und Schulen. Die Eltern bezahlen demnach für das Mittagessen in Kitas einen monatlichen Pauschalbetrag von 20,00 €.

Wie sind die Vorgaben, wenn eine kleine Kita-Gruppe Speisen selbst zubereitet und lediglich für den Eigenverzehr produziert?

Wie sind die Vorgaben, wenn eine kleine Kita-Gruppe Speisen selbst zubereitet und lediglich für den Eigenverzehr produziert?

Werden Speisen ausschließlich für den Eigenverzehr hergestellt und nicht an Dritte abgegeben, fällt dies nicht unter die gesetzlichen Bestimmungen. Dies entbindet jedoch nicht von der Pflicht, die Kinder in den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln einzuweisen. Zudem müssen alle Speisen gesundheitlich unbedenklich sein.
Werden Speisen aber an Dritte abgegeben, gilt die Lebensmittelhygiene-Verordnung, LMHV, die als Artikel 1 in der nationalen Verordnung zur Durchführung von Vorschriften des gemeinschaftlichen Lebensmittelhygienerechts zu finden ist. Außerdem ist die Einhaltung des Infektionsschutzgesetztes (IfSG) und die Umsetzung eines betriebseigenen Kontrollsystems nach HACCP-Grundsätzen dann Pflicht.

Was ist bei von Hause mitgebrachten Speisen zu beachten, z.B. für Kita-Feste, Kindergeburtstag und ähnlich Anlässe?

Was ist bei von Hause mitgebrachten Speisen zu beachten, z.B. für Kita-Feste, Kindergeburtstag und ähnlich Anlässe?

Generell ist es möglich, dass Kinder bzw. Eltern Speisen für solche Anlässe zu Hause vorbereiten und in die Kita mitbringen. Die Kita sollte allerdings alle Beteiligten über die Risiken aufklären, die mit der Herstellung, dem Transport und der Ausgabe von Speisen verbunden sein können. Hier finden Sie eine Vorlage für einen Elternbrief, der die Hygieneanforderungen, die bei Kita-Festen berücksichtigt werden müssen, zusammenfasst. Eine Kennzeichnungspflicht für Allergene gibt es bei gelegentlich mitgebrachten Speisen nicht. Eine freiwillige Angabe ist natürlich wünschenswert, um Betroffenen die Teilnahme am Essen zu ermöglichen. Hilfreich kann eine Checkliste für mitgebrachte Speisen sein.


 

Inwiefern gelten die neuen EU-weit einheilichen Regelungen zur Allergenkennzeichnung (in Kraft getreten am 13.12.2014) für Kitas und Kinderläden?

Inwiefern gelten die neuen EU-weit einheilichen Regelungen zur Allergenkennzeichnung (in Kraft getreten am 13.12.2014) für Kitas und Kinderläden?

Die neuen Regelungen zur Allergenkennzeichnung gelten für alle Lebensmittelunternehmen. Kitas und Kinderläden, die regelmäßig Speisen an Kinder abgeben, sind Lebensmittelunternehmen. Neu ist, dass auch bei unverpackter Ware, also beispielsweise beim Mittagessen in der Kita, eine Information über Allergene verpflichtend ist. Demnach müssen die 14 wichtigsten Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können z.B. Nüsse oder Soja, ausgewiesen werden. Die Information kann schriftlich, elektronisch oder mündlich erfolgen. Im Falle der mündlichen Information muss eine schriftliche Dokumentation, z.B. mittels eines Ordners, auf Nachfrage von Eltern oder der zuständigen Überwachungsbehörde leicht zugänglich sein. Eine rein mündliche Auskunft ist ohne eine schriftliche Dokumentation nicht zulässig und birgt ein hohes Risiko für Fehlinformationen. Eine Information in schriftlicher Form ist zu empfehlen, da dies den Betroffenen und auch dem Küchenpersonal eine gewisse Sicherheit bietet. Vor Ort sollte an gut sichtbarer Stelle ein deutlicher Hinweis erfolgen, wo und wie Eltern die Allergeninformation erhalten können. Zur Absicherung einer akzeptierten Umsetzung der neuen Vorgaben ist Kitas anzuraten, mit dem zuständigen Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt in Kontakt zu treten. Allergen-Dokumentationen sollten regelmäßig (1-2 mal jährlich) aktualisiert werden bzw. bei Umstellung auf neue Produkte.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Was ist bei Kindern mit Allergien zu beachten?

Was ist bei Kindern mit Allergien zu beachten?

Bei einer Lebensmittelallergie oder –unverträglichkeit reagiert der Körper überempfindlich auf bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittelinhaltsstoffe. Leiden Kinder nachweislich an einer Allergie, so ist es wichtig, dass die Eltern mit der Kindertagesstätte eng zusammenarbeiten. Denn die Behandlung einer Lebensmittelallergie liegt in der konsequenten Vermeidung der Substanz, die die Allergie auslöst. Die Küche oder der Essensanbieter muss unbedingt wissen, welche Lebensmittel oder Inhaltsstoffe vermieden werden müssen. Der Kita sowie der Küche bzw. dem Speisenanbieter muss eine ärztliche Bescheinigung vorliegen. In dieser sollte leicht verständlich dargelegt werden, an welcher Allergie/Unverträglichkeit das Kind leidet und auf welche Nahrungsmittel verzichtet werden muss. Einheitliche Vorgaben, wie ein Attest aussehen muss, gibt es bisher nicht. Der Allergietest sollte nach spätestens einem Jahr wiederholt werden, da viele Kinder bis zu ihrem Schuleintritt ihre Allergien verlieren, also eine Toleranz gegenüber dem Allergen entwickeln.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

Wie soll mit abgepumpter Muttermilch umgegangen werden?

Wie soll mit abgepumpter Muttermilch umgegangen werden?

Da abgepumpte Muttermilch unbehandelt ist, birgt sie bei unsachgemäßem Umgang ein hohes Risiko für die Keimentwicklung. Durch eine sorgfältige Gewinnung, die korrekte Lagerung und eine lückenlose Kühlkette beim Transport kann dieses Risiko reduziert werden. Kindertageseinrichtungen sind für den einwandfreien Zustand der Milch verantwortlich. Deshalb wird den Einrichtungen empfohlen, feste Verhaltensweisen im Umgang mit Muttermilch zu definieren. Diese müssen alle Mitarbeiter/innen kennen und müssen den Eltern vermittelt werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Nationale Stillkommission haben deshalb Empfehlungen zum hygienischen Umgang mit abgepumpter Muttermilch veröffentlicht, zu denen auch ein Merkblatt für Kitas und Tagespflege sowie ein Merkblatt für Eltern gehören.


 

Gibt es Lebensmittel, die für die Kleinkindernährung ungeeignet sind?

Gibt es Lebensmittel, die für die Kleinkindernährung ungeeignet sind?

Im ersten Lebensjahr sollte es für die Säuglinge keinen Honig geben. Honig kann Bakterien enthalten, die zu einer Vergiftung führen (Botulismus). Kuhmilch und Produkte, die Kuhmilch enthalten, sollten Säuglingen ebenfalls nur in ganz kleinen Mengen gegeben werden, da eine große Menge die Nieren des Babys zu stark belastet. Sie können Darmblutungen auslösen. Aufgrund ihrer Größe leicht verschluckbare Lebensmittel wie Nüsse oder Rosinen sollten vermieden werden, da sie in die Luftröhre der Kinder gelangen können. Zucker, Salz, Gewürze u.ä. am besten vermeiden oder in ganz geringen Mengen verwenden.

Wie können wir mit „schwierigen Essern“ umgehen?

Wie können wir mit „schwierigen Essern“ umgehen?

Wenn Kinder das Essen verweigern oder wenig essen ist das in Ordnung, solange das Gewicht stimmt und die Kinder ausgeglichen und fröhlich sind.
Wenn Kinder immer nur das Gleiche essen, dann bieten Sie ihnen nur einzelne neue Lebensmittel zu bereits vertrauten an. Gestalten Sie das Essen attraktiv und schneiden Obst z.B. in mundgerechte Stücke oder in lustige Formen. Wenn Sie den Kindern neue Lebensmittel immer wieder anbieten, kommt die Lust irgendwann und die Kinder probieren von alleine. Allgemein regen ein bunter und schön gestalteter Teller und eine schöne Essatmosphäre den Appetit an.

Wie läuft ein optimaler Austausch zum Essen und Trinken in der Kita zwischen der Kita und den Eltern?

Wie läuft ein optimaler Austausch zum Essen und Trinken in der Kita zwischen der Kita und den Eltern?

Kita und Eltern sollten eng miteinander arbeiten. Alle Regeln sollten den Eltern erklärt und verdeutlicht werden. Zudem sollte den Eltern der Speiseplan der Kita frei zur Verfügung stehen. Somit können die Mahlzeiten des Kindes über den Tag besser aufeinander abgestimmt werden. Es müssen gemeinsame Absprachen getroffen werden, so dass das Kind in den Genuss einer optimalen Ernährung kommt. Informationen z.B. zum Umgang mit abgepumpter Muttermilch oder zu von zu Hause mitgebrachtem Essen für die Zwischenverpflegung sollte die Kita den Eltern aushändigen.

Sollte es in der Tageseinrichtung Süßigkeiten oder „Kinderlebensmittel“ geben?

Sollte es in der Tageseinrichtung Süßigkeiten oder „Kinderlebensmittel“ geben?

Es müssen klare Absprachen zwischen den Eltern und der Kita getroffen werden, ob von zu Hause Süßigkeiten mitgegeben werden dürfen oder nicht. Schränken Sie den Verzehr von Süßigkeiten in der Kita weitestgehend ein oder verzichten Sie ganz darauf. So ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Kinder am Tag mehrfach naschen. Kinder sind mit der Süße von Obst völlig zufrieden, solange sie keine Süßigkeiten angeboten bekommen. Kinder sollten Süßigkeiten oder salzige Snacks erst so spät wie möglich kennen lernen, dann vermissen sie sie in der Regel auch nicht.

Sollte ein Säugling bei den Mahlzeiten anders behandelt werden als Kleinkinder?

Sollte ein Säugling bei den Mahlzeiten anders behandelt werden als Kleinkinder?

Ja, Säuglinge sollten ihre Mahlzeiten bekommen, wenn sie Hunger haben. Hier kommt es noch nicht darauf an, dass zusammen gegessen und auf alle gewartet wird. Nehmen Sie sich Zeit und setzen sich mit dem Säugling in eine ruhige Ecke. Seien sie führsorglich, halten Blickkontakt und schenken dem Kind Zuwendung und Wärme. Wenn es möglich ist, kann der Säugling anschließend am gemeinsamen Essenstisch dabei sein.

Gibt es verbindliche Qualitätsvorgaben für die Kita-Verpflegung in Berlin?

Gibt es verbindliche Qualitätsvorgaben für die Kita-Verpflegung in Berlin?

Ja, die Vereinbarung über die Qualitätsentwicklung in Berliner Kindertagesstätten (QV TAG). Diese Qualitätsvereinbarung ist eine verbindliche Selbstverpflichtung der Tageseinrichtungen mit dem Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.
Es ist vereinbart, dass die Kinder eine qualitativ hochwertige Mittagsverpflegung bekommen. „Diese soll physiologisch ausgewogen, schmackhaft und abwechslungsreich sein und den Ernährungsbedürfnissen der unterschiedlichen Altersstufen entsprechen. Spezifische kulturelle Speisegebote und medizinisch erforderliche Einschränkungen für einzelne Kinder werden berücksichtigt. Frisches Obst und Gemüse werden den Kindern täglich angeboten.
Eine ausreichende Versorgung mit kalorienarmen Getränken ist während des gesamten Tagesablaufs zu gewährleisten.“